Hückelhoven: Fußgängerzone ist keine gute Lösung

Hückelhoven : Fußgängerzone ist keine gute Lösung

Die Innenstadt Hückelhovens verändert sich seit Jahresbeginn erkennbar: Auf dem ehemaligen Zechengelände zwischen Landabsatz und Parkhofstraße sind die Rohbauten für das Hückelhoven-Center (HC) längst hochgezogen.

In wenigen Wochen wir der Wildauer Platz als repräsentativer Eingangsbereich zum HC umgestaltet. Was aber passiert mit der Parkhofstraße, heute noch die Haupteinkaufsstraße der Stadt?

Das Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Beier aus Aachen wurde beauftragt, ein Verkehrskonzept für die Parkhofstraße zu erarbeiten und hat dabei die verschiedenen Varianten der Verkehrsführung untersucht und gegenübergestellt. Diese Konzeptvarianten wurden jetzt in der Aula vorgestellt.

Minimallösung: Im Prinzip bleibt alles so wie es ist, der Verkehr fließt die Parkhofstraße rauf und runter, es werden lediglich Parkbuchten weggenommen, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen.

Fußgängerzone: Diese Variante sieht die Anlegung einer Fußgängerzone zwischen Parkhofstraße/Martin-Luther-Straße und Parkhofstraße/Melanchthonstraße vor.

Einbahnstraße: Zwischen der Martin-Luther-Straße und der Haagstraße darf die Parkhofstraße nur von Süden nach Norden befahren werden. Das Pkw-Aufkommen wird deutlich verringert, für die Fußgänger wird Platz gewonnen, das Parkplatzangebot kann um rund 20 Prozent erweitert werden.

Planer Christoph Hebel betonte, dass bei der Umgestaltung der Straße unbedingt Konsens bei den Betroffenen herrschen müsse: „Wenn die Geschäftsleute eine Lösung nicht wollen, ist das Konzept nicht das Papier wert, auf dem es steht.” Für den Ausbau zur Fußgängerzone scheint indes wenig Sympathie bei den Geschäftsleuten zu bestehen.

Friedhelm Zohren wies auf schlechte Erfahrungen hin, die er in Willich und Stolberg in den Fußgängerzonen gemacht habe: „70 Prozent der Lokale stehen dort jetzt leer. Das darf hier nicht passieren.” als positives Beispiel einer Umgestaltung der Innenstadt nannte er Heinsberg. Auch Armin Hebel blies in dieses Horn: „Die Möblierung der Parkhofstraße ist für eine Fußgängerzonen nicht geeignet. Es gibt keine Attraktionspunkte.”

Die Verwaltung betonte, dass sie „völlig ergebnisoffen” (Kämmerer Helmut Holländer) in die Veranstaltung gekommen sei. Dennoch machte Bürgermeister Schmitz eines klar: „Wenn nur ein einziges Geschäft durch die Umgestaltung der Straße schließen müsste, wäre das ganz schlimm.”

Man werde die Diskussion „analysieren und dann den Fachausschüssen einen Vorschlag unterbreiten”. Wahrscheinlich den für die Einbahnstraßenlösung.