Fußballer helfen Flutopfern in Bad Schandau

Fußballer helfen Flutopfern in Bad Schandau

Kreis Heinsberg. Gemeinsam mit seinen Vereinen hatte der Vorstand des Fußballkreises Heinsberg zu einer Spende für einen von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Fußballverein in Sachsen aufgerufen.

Groß war jetzt die Freude bei den F-Junioren des FSV 1924 Bad Schandau, als sie die nagelneuen schwarz-roten Trikots, Sporthosen und Stutzen zum ersten Mal überstreifen durften, die sie von den Fußballern aus dem Kreis Heinsberg erhalten hatten.

Geknüpft worden war die Verbindung zu diesem kleinen sächsischen Verein, der neben einer Senioren- und einer Alt-Herren-Mannschaft Jugendteams in allen Altersklassen im Spielbetrieb hat, über einen persönlichen Kontakt zwischen Kreissportbund Heinsberg und SSV Neustadt, einem sächsischen Verein, der selbst nicht von der Flut betroffen war.

Nahezu alle Vereine, dazu die Vorstands- und Ausschussmitglieder des Fußballkreises Heinsberg, hatten sich an der Spendenaktion beteiligt, so dass eine Summe von rund 3500 Euro zusammenkam. Dafür wurden drei komplette Trachten angeschafft, dabei die Trikots selbst sogar doppelt.

Zum Gepäck der Kreis Heinsberger Vorstandsmitglieder, die die Sportfreunde in Bad Schandau (eine kleine Stadt an der Elbe in unmittelbarer Nähe zur tschechischen Grenze) jetzt besuchten, gehörten außerdem ein Sanitätskoffer und 15 nagelneue Fußbälle.

Die Heinsberger Delegation wurde angeführt vom Vorsitzenden Josef Füßer, der begleitet wurde von Geschäftsführer Hans Bürschgens, Jugendobmann Konrad Bohnen sowie Freizeit- und Breitensport-Obmann Willi Engels. Sie wurden im Klubheim des FSV Bad Schandau vom zweiten Vorsitzenden, Frank Michael, sowie F-Junioren-Trainer, Frank Maresch, und dessen Mannschaft herzlich begrüßt.

Die Jungen konnten es kaum erwarten, die neuen Kluften anzuziehen. Später am Abend stießen auch noch Vereinsvorsitzender Dr. Mathias Hofmann und Jugendleiter Derk Kagerer dazu, die ihren Gästen aus dem Kreis Heinsberg bei einem Gang durch die Stadt deutlich machten, wie umfangreich die Schäden waren; immerhin stand die Elbe in Bad Schandau bei einer Marke von rund zwölf Metern, eine Wasserhöhe, die es seit Menschen Gedenken dort nicht gegeben hatte.

Schon im Klubhaus hatte man erfahren, dass auch dieses so weit im Wasser gestanden hatte, dass selbst der erste Stock noch überflutet war und nur der Giebel noch aus dem Wasser heraus ragte.

Josef Füßer hob in seiner kurzen Ansprache die Solidarität der Fußballvereine des Kreises Heinsberg hervor, die gern zu dieser Hilfe bereit gewesen seien. Dass sie angebracht sei, habe man spätestens beim Rundgang durch die Stadt hautnah erfahren. Hofmann bedankte sich für diese Geste aus dem Kreis Heinsberg, über die man sich sehr gefreut habe.

Beide Vorsitzenden gaben der Hoffnung Ausdruck, dass es nicht bei dieser einen Begegnung bleiben, sondern dass sich Jugend- oder Senioren-Mannschaften aus Bad Schandau und dem Kreis Heinsberg demnächst zu Freundschaftsspielen oder Turnieren treffen mögen.