Heinsberg: Frühwarnsystem bald auch in Heinsberg

Heinsberg : Frühwarnsystem bald auch in Heinsberg

Ein soziales „Frühwarnsystem” - ähnlich dem Projekt, das bereits in Erkelenz besteht - soll nun auch in Heinsberg realisiert werden. Der Antrag der SPD im Jugendhilfeausschuss, dass das Jugendamt mit der Einrichtung beauftragt werden solle, traf auf uneingeschränkte Zustimmung der Fraktionen und der Verwaltung.

Sich erst ab dem Kindergartenalter um die Nöte der Kinder zu kümmern, sei definitiv zu spät, meinte Brigitte Skottke. „Mit diesem Antrag rennen sie offene Türen ein”, erklärte Rechtsdirektor Hans-Walter Schönleber.

„Seit geraumer Zeit sind wir in Gesprächen mit sozialen Trägern, inwieweit schon nach der Geburt eines Kindes Hilfe geleistet werden kann. Wir sehen die absolute Notwendigkeit, hier ganz früh anzusetzen.” Er sei zuversichtlich, so Schönleber, dass eventuell unter Hinzunahme eines freien Trägers ein solches Frühwarnsystem auf die Beine gestellt werden könne.

In Bielefeld sei der freie Träger zum Beispiel der Kinderschutzbund, der schon seit 2002 den Kontakt zu den Familien in der Entbindungsklinik herstelle. Schon im nächsten Frühjahr soll dem Jugendhilfeausschuss nun ein geeignetes Konzept vorgelegt werden.