Kreis Düren: Früherkennung wird oft nicht ernstgenommen

Kreis Düren : Früherkennung wird oft nicht ernstgenommen

Aktuelle Erhebungen belegen, dass die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter mit den Jahren abnimmt.

Von den insgesamt zehn Untersuchungen (U1 bis U9), die von der Geburt bis zur Einschulung vorgesehen sind, werden die letzten - vom zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter - von vielen Eltern nicht mehr wahrgenommen.

Das führt dazu, dass Entwicklungsstörungen vor der Einschulung häufig nicht erkannt und deshalb auch nicht rechtzeitig behandelt werden können. Ein schlechter Start in die Schule ist dann programmiert.

Heute geht es los

Das Gesundheitsamt des Kreises Düren führt deshalb in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ab dem heutigen Dienstag in 20 Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet eine Aktion durch, um Eltern und Kinder an diese wichtigen Termine zu erinnern. „Ich geh´ zur U! Und Du?” lautet ihr Slogan.

Mit Plakaten und Faltblättern in deutscher, türkischer und russischer Sprache sollen Eltern motiviert werden, mit ihren Kindern auch zu den weiteren Früherkennungsuntersuchungen zu kommen, die mit dem zweiten, dritten, vierten und sechsten Lebensjahr anstehen.

Die Kosten aller Untersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt. Gleichzeitig wird auch der Impfschutz überprüft und ergänzt. Zudem beantworten die Kinderärzte alle möglichen Fragen zur kindlichen Entwicklung.

Zur Belohnung bekommen die Kinder, die zu den Untersuchungen U7, U7a, U8 oder U9 gehen, ein „U-T-Shirt” von den Erzieherinnen ihrer Tagesstätte. Das tragen alle Kinder der Einrichtung, wenn abschließend ein witziges Foto von ihnen gemacht wird, mit dem sie an einem Wettbewerb der BZgA teilnehmen. Die drei Kindergärten mit den schönsten Bildern werden mit Preisen belohnt.

Die bereits im Frühjahr im Kreis Düren angebotene „Ich geh´ zur U!”-Reihe war „überaus erfolgreich”, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Die Teilnehmerrate betrug 48,3 Prozent bei deutschen Kindern, bei Kindern mit Migrationshintergrund betrug die Teilnehmerrate 32,5 Prozent und in neun Kindertageseinrichtungen sogar 100 Prozent.

Bundesweit wurde die vorgenannte Aktion bisher in mehr als 230 Netzwerken, in über 2900 Kitas mit etwa 180000 teilnehmenden Kindern erfolgreich umgesetzt.

Ansprechpartnerin für die U-Untersuchungen im Gesundheitsamt des Kreises Düren ist Renate Reinartz unter 02421/22-2223.