Geilenkirchen-Immendorf: Frösche singen sich in die Nähe des Superstars

Geilenkirchen-Immendorf : Frösche singen sich in die Nähe des Superstars

„Sie ist schön, und sie war immer nett zu uns”, beschreibt Justin (6) Denise Tillmanns, die am Mittwoch in der Sendung „Deutschland sucht den Superstar” als erste von zwölf Kandidaten den Sprung ins Finale geschafft hat.

Die Frösche haben die Show natürlich alle gesehen. Die Frösche, das sind Aylin, Sarah, Edda, Alexander, Oliver, Jan, Justin - eine Gruppe des Katholischen Kindergartens St. Peter in Immendorf, in dem Denise ihr vorpraktisches Jahr im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin verbracht hat.

Redakteurin Sabine Kroy hat sich mit den Fröschen einmal über „ihre” Denise unterhalten.

„Ich durfte so lange gucken, bis Denise kam, und dann durfte ich noch bis zum Ende gucken”, berichtet Jan mit weit aufgerissenen Augen.

Die Kinder durften ausnahmsweise fast alle lange aufbleiben und ihren Superstar im Fernsehen bewundern.

Alle, bis auf einen. Oliver. Der Sechsjährige wartet schon ungeduldig auf den Abend, wenn er sich endlich die Videoaufnahme der Sendung anschauen darf.

Das heißt aber nicht, dass er nicht im Bilde ist: „Ein Junge im Fernsehen hat gezittert, der kommt nicht weiter. Das hat schon meine Mutter gesagt”, prophezeit Oliver fachmännisch.

Und er hat schließlich recht. Welcher junge Mann auch immer da gezittert hat - nur Frauen konnten sich über einen Platz im Finale freuen.

Interessiert an der Sendung ist der kleine Junge zwar schon, die Begeisterung geht aber nicht so weit wie bei den Fröschen-Kollegen.

Während die anderen Kinder begeistert „Hier” schreien, wenn man sie fragt, ob auch einer von ihnen Superstar werden möchte, teilt Oliver relativ gelassen seinen Berufswunsch mit: „Ich möchte für die Telekom arbeiten.” Punkt. Woher er das nur her hat?

Trotzdem wünscht er sich wie alle anderen auch, dass Denise in den Kindergarten zurückkommt. Na ja, nicht wirklich alle.

Edda hätte wohl nichts dagegen, wenn Denise fortan die Welt bereisen würde. „Die hat mich mit dem Schlauch nass gemacht”, empört sich die Sechsjährige.

Aber eines ist der ganzen Froschgruppe in reger Erinnerung geblieben: das Lied „Balup sagt der kleine grüne Frosch”, das die 19-Jährige ihren Schützlingen beigebracht hat. Früh übt sich...

„Ich würde mich schick machen und auch ein schwarzes Kleid anziehen”, träumt Sarah von ihrem Fernsehauftritt.

Aylin ist da ganz anderer Meinung. Sie würde die Farben Rosa oder Rot bevorzugen. Alexander weiß auch schon, welches Lied er zum Besten geben würde: den Kölner Karnevalsklassiker „Da simma dabei”, sein absoluter Favorit, wie die Erzieherinnen Ursula Funken, Daniela Dohlen und Tanja Aymans nur bestätigen können.

Die drei Frauen planen jetzt schon, „mit Mann und Maus” zur ersten Motto-Show nach Köln zu fahren, wenn Denise wieder auftritt. „Denise hat viel rumgesessen und viel getrunken”, wirft Justin ein.

Erstaunte Gesichter. Dass die 19-Jährige eine ruhige Art hat, ist für die Erzieherinnen nichts Neues. Aber rumgesessen? „Auf der Couch”, fügt der Junge erklärend seine Beobachtungen vom Bildschirm hinzu.

Ansonsten, erzählen die Kinder, habe die junge Frau immer viel mit ihnen gespielt. „Ich vermisse sie auch”, gesteht Jan der lebhaften Runde. Aber wer die Chance hat, berühmt zu werden...

Alexander würde sich dann einen großen Garten zum Fußballspielen zulegen, Sarah „verschiedene Sachen kaufen, die teuer sind”. Justin hätte mit dem vielen Geld etwas ganz Besonderes vor: „Ich möchte reich werden und das Geld den Leuten geben. Aber ich behalte auch noch ein bisschen.”

Reich oder arm, Hauptsache Superstar werden. Obwohl die Kinder eine Tatsache irritiert: dass Denise jetzt ununterbrochen Interviews geben muss. „Singt die dann gar nicht mehr?”, fragt ein Junge nachdenklich.

In der Gruppe wird es unruhig. Besorgte Gesichter. „Kann die denn dann überhaupt noch schlafen?”