Wildenrath: Frösche leuchten vor verrückten Ideen

Wildenrath : Frösche leuchten vor verrückten Ideen

„Steinmosaike basteln, auf Safari durch den Glashausdschungel der Landesgartenschau gehen oder ein Konzert auf einem Waldxylophon veranstalten - die Flinken Frösche haben einige außergewöhnliche Ideen zum Naturerleben und zur Umweltbildung präsentiert.”

So lobte der Vorsitzende des Naturbundes in Nordrhein-Westfalen (Nabu-NRW), Josef Tumbrinck, bei der Verleihung des Dr. Hermann-Klingler-Jugendpreises 2002 im Haus Wildenrath die jungen Preisträger.

Jeder könne an seinem Platz und nach seinen Fähigkeiten Gutes tun, betonte Tumbrinck und zitierte damit den Naturschützer Dr. Hermann Klingler, der immer wieder die Menschen für den Einsatz zum Schutz „der stummen Kreatur” motiviert habe.

„Vor allem Jugendlichen machte er Mut tätig zu werden, sich zu äußern, Neues zu wagen”, so Tumbrinck weiter.

Nach dem Tod von Dr. Klingler im Jahre 1992 hätten seine Familie und seine Freunde schließlich beschlossen, dass sein Anliegen, „junge Menschen für den Umweltschutz zu begeistern, weiter Bestand haben sollte.”

Und so sei der Dr. Hermann-Klingler-Jugendpreis ent- standen, der 1995 erstmals vergeben wurde. Mit diesem Preis ausgezeichnet werden Kinder und Jugendliche, die sich phantasievoll und engagiert für den Erhalt von Natur einsetzen.

Dieses Engagement bringen auch die rund 20 Kinder der Naturschutzjugend, die „Flinken Frösche” aus der Stadt an der Schwalm mit, die den begehrten Naturbundpreis 2002 gewonnen haben.

Tumbrinck war besonders angetan davon, dass aus der Arbeit der „Flinken Frösche der Spaß heraus geleuchtet hat.”

Aber nicht nur der Vorsitzende des Nabu-NRW war begeistert: „In Wegberg wird der jungen Generation die Chance eröffnet, Verantwortung zu übernehmen. Jugendliche werden zur Teilnahme an der Ausbildung zu Jugendleitern animiert, um sie dann in die Führung der Gruppe zu integrieren.”

Darüber freute sich besonders Gisela Klingler, die der Jury vorsteht, denn sie ist sich sicher, dass genau dies ihrem verstorbenem Mann gefallen hätte. Sie hatte auch die freudige Aufgabe den mit 500 Euro dotierten Preis zu überreichen.

Und für Astrid Jacques und Sandra Nievelstein, die den „Flinken Fröschen” vor knapp vier Jahren auf die Beine geholfen haben und die sie heute noch betreuen, ist der Preis „Belohnung und Ansporn” zugleich: „Wir sind alle sehr stolz darauf, mit dem Dr. Hermann-Klingler-Preis ausgezeichnet worden zu sein, und werden das Preisgeld dafür verwenden, unser Naturerlebnisgelände am Haus Wildenrath zu gestalten.”

Die Umweltbildungsstätte beherbergt seit kurzem die Nabu-Station Euregio Naturpunkt. Am Samstag, 22. März, feiern die „Flinken Frösche” die offizielle Eröffnung in den neuen Räumen in Haus Wildenrath. „Wir haben hier eine neue Heimat gefunden.”

Die Flinken Frösche treffen sich regelmäßig donnerstags im Haus Wildenrath, um mit Interesse und vor allem mit viel Freude, kindgerecht die Natur zu erleben und viel über diese zu lernen.