Frische Blätter und Wurzeln im Visier

Frische Blätter und Wurzeln im Visier

Erkelenz (an-o/rabo) - Sie haben einen Garten! Sie sind stolz auf die Pracht! Prima! Darauf haben einige üble Zeitgenossen nur gewartet. Die wollen alle nur das Eine: Ihren Pflanzen an Blätter und Wurzeln. Das sind die Übeltäter:

Blattläuse: Die Blätter sind deformiert, gerollt, gekräuselt. An der Unterseite und den Triebspitzen drängen sich die gelben, grünen, braune oder schwarzen Insekten.

Weiße Fliegen: An der Blattunterseite etwa zwei Millimeter große weiße Tiere, die bei Berührung leicht auffliegen. Außerdem oft weißliche bewegungsunfähige Larven.

Spinnmilben: Auf dem Blatt gelbliche, punktförmige Aufhellungen. Unter dem Blatt stecknadelkopfgroße gelbliche Tiere. Zwischen Blattachseln feines Gespinst.

Wühlmäuse: Pflanzen welken, sterben ab, Wurzeln sind weggenagt.

Schnecken: Loch- und Blattrandfraß an Blättern. Oft Schleimspuren.

Schnakenlarven: Pflanzen bleiben im Wachstum zurück. An den Wurzeln fressen etwa vier Zentimeter lange graubraune Larven.

Maulwurfsgrillen: Gelbbraune vier bis sechs Zentimeter große Insekten, die sich unter anderem von Pflanzenwurzeln ernähren.

Gartenlaubkäfer: Rasen wird stellenweise gelb, kann wie ein Teppich abgezogen werden. Larve der Käfer 15 Millimeter lang, weiß mit braunem Kopf, frisst Wurzeln.

Rosenzikaden: Auf dem Blatt gelblichweiße Sprenkelung von den Blattadern her. Unter dem Blatt gelblichgrüne Insekten. Springen weg bei Störung.

Blattwespen: Blattoberhaut ist abgenagt. Nur die mittlere Hautschicht bleibt, fällt zum Teil heraus. Die Larven der Blattwespen sind zehn Millimeter lang und nachtschneckenähnlich, die Raupen grünlich gescheckt.

Sitka-Fichtenläuse: Pflanzen verbräunen von innen her, Nadeln zunächst mit gelbliche Flecken, danach fallen sie ab. Grüne Blattläuse mit roten Augen.

Schildläuse: An Trieben, Blättern und Blattstielen ein bis drei Millimeter große ovale Schildchen in Gelb, Braun oder Schwarz.

Woll- und Schmierläuse: Weiße, watteartige Tiere auf Blattunterseite und in den Blattachseln. Zwei bis vier Millimeter.

Thripse: Etwa ein Millimeter große, längliche Insekten gelb oder schwarzbraun. Auf dem Blatt zunächst punktförmige, später große silbrigweiße Flecken. Schwarze Kottröpfchen auf Blattunterseite.

Buchsbaum-Blattfloh: An Triebspitzen kleine grüngelbliche, blattlausähnliche Tiere. Weiße Wachsfäden.

Wanzen: Durchlöcherten und/oder verkrüppelte Blätter und Blüten. Wanzen oval mit langen Kopfantennen, vier bis sieben Millimeter groß.

Kohlweißlingsraupen: Nage-, Loch- und Skelettierfraß an Kohl und anderen Kreuzblütern.

Gemüsefliegenmaden: Möhren, Kohl, Sellerie, Rettich und Radieschen werden welk. Im Inneren weißliche Maden.

Erdflöhe: Kohl-, Radieschen- und Rettichblätter mit kleinen Löchern. Käfer sind zwei bis drei Millimeter lang, gelbgereifte blaue oder schwarze.

Erdraupen: Grau oder bräunlich gefärbt, vier bis fünf Zentimeter Länge. Fressen an den Wurzeln.

Es besteht aber kein Grund zur Panik, denn der Fachhandel hat gegen alle Schädlinge ein Mittel. Er informiert auch über alle Schädlinge, die Ihre Obstbüsche, -stämme oder -bäume befallen sowie alle ihre Pflanzen bedrohenden Krankheiten.