Wassenberg: Freude über verbindendes Bauprojekt der Schulen

Wassenberg : Freude über verbindendes Bauprojekt der Schulen

Für die 160 Schüler der Katholischen Grundschule St. Georg und die 176 Schüler der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsgrundschule, die Lehrerkollegien, die Eltern und nicht zuletzt für die Stadt Wassenberg war die Einweihung des Erweiterungsbaues auf dem gemeinsamen Schulhof ein schöner Tag.

Neben der Familie Cohnen, die für Planung und Bauleitung zuständig war, den Vertretern der Baugemeinschaft Beckers und Wilms und den Vertretern der anderen Handwerkerfirmen waren vor allem zahlreiche Ratsvertreter anwesend.

Sie konnten zufrieden sein, denn ihre Grundsatzentscheidung - „Wir wollen und müssen auch unsere Grundschulen verbessern zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen, denn ihre gute Ausbildung ist auch unsere gemeinsame Zukunft in dieser Stadt” - wurde, zumindest rein baulich schon ein gutes Stück in die Tat umgesetzt.

Die Ratsbeschlüsse umfassten den Erweiterungsbau, der später für beide Schulen genutzt werden soll, die Grundsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Albert-Schweitzer aus den Jahren 1905 und 1925 und die Teilsanierung der St. Georgsschule aus der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro: Davon 920.000 Euro für den Neubau, 520.000 Euro für die Sanierung Albert-Schweitzer und 260.000 Euro für St. Georg. Nach langen Bemühungen war es der Verwaltung gelungen, einen Zuschuss des Landes in Höhe von 647000 Euro zu bekommen.

Die Albert-Schweitzer-Schüler werden während der Sanierung im Neubau unterrichtet. Anschließend ziehen die St. Georgs-Schüler dort ein.

Am Ende sind gemeinsame Nutzungen verschiedener Art im Neubau vorgesehen. Es soll zum guten Schluss auch die Gestaltung des Schulhofes folgen in Gemeinschaftsleistung von Fördervereinen und möglichen Sponsoren.

Die Kinder der Albert-Schweitzer-Schule überreichten dem Bürgermeister bereits bunte Zeichnungen, auf denen sie ihre eigenen Vorstellungen schon einmal zu Papier gebracht hatten.

Freude und Genugtuung des Bürgermeisters und der Ratsherren über diesen ersten gelungenen Schritt in einem Gesamtprojekt waren unüberhörbar. Bürgermeister Manfred Erdweg dankte allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen beigetragen hatten.

Für die Albert-Schweitzer-Schule sprach Ruth Jansen vom Lehrerkollegium. Was sie über die Umzugsarbeiten „nach 105 Jahren Schulbetrieb” zu erzählen wusste, war erheiternd und bot Stoff für manche große „Ansprache”, für die Ruth Jansen seit langem bekannt ist.

Die St.-Georgs-Schule zog daraus bereits Empfehlungen für ihre eigenen Umzugsarbeiten. Rita Zurmahr-Tabellion, die neue Schulleiterin seit Schuljahresbeginn, trat mit ihrer Ansprache zum ersten Mal vor eine breitere Öffentlichkeit in Wassenberg.

„Zum Wohl der Kinder und Jugendlichen, für eine bessere Gestaltung der Bildungsangebote und für Zusammengehen aller Verantwortlichen, darin eingeschlossen auch die Schulen selber”, setzt sich Zurmahr-Tabellion ein.

Pfarrer Thomas Bergfeld und Diakon Dieter Gerhards überzeugten die Zuhörer bei der Segnung, dass von ihrem Zusammengehen Impulse ausgingen.

Die musikalische Gestaltung war frisch und ermunternd: Rudolf Jansen samt Gitarre mit den Schülern von St. Georg und Ruth Jansen mit den Blockflötenspielern von Albert-Schweitzer.

Renate Brockschnieder von Albert-Schweitzer erinnerte mit ihrem kleinen Chor daran, dass Wassenberg auch über die Landesgrenzen blickt, nämlich nach Pontorson.

Die Kleinen sangen wie die jungen Franzosen: „Sur le pont”. Die Kleinen hatten anschließend schulfrei. Die Gäste besichtigten die Räume.