Freiwilliger sozialer Einsatz ist unverzichtbar

Freiwilliger sozialer Einsatz ist unverzichtbar

Kreis Heinsberg. „Freiwilliges soziales Engagement ist für das Funktionieren der Lebenshilfe seit 38 Jahren unverzichtbar”, unterstrich Hans Willy van Kann, Vorsitzender der Lebenshilfe, die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements.

„Im Kreis Heinsberg sind Hunderte für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung freiwillig sozial engagiert und erbringen täglich unentgeltlich und freiwillig unersetzbare Dienstleistungen”, so der Vorsitzende in seinem Grußwort.

Diese Zuwendung und praktizierte Solidarität wirke der oft beklagten sozialen Kälte in der Gesellschaft entgegen. „Menschen mit einer Behinderung brauchen auch weiterhin uneigennützige Unterstützung in einer Kultur solidarischen Zusammenlebens”, lautete seine Bitte um ein fortdauerndes Engagement, das sicherlich noch ausbaufähig sei.

Soziales Engagement sei nicht selbstverständlich und Selbsthilfe könne sich nur dort gut entfalten und weiterentwickeln, wo entsprechende Rahmenbedingungen vorhanden seien.

„Ich kann feststellen, dass die Lebenshilfe Heinsberg heute nicht das wäre, was sie ist, wenn sie in den vergangenen 38 Jahren nicht die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern gehabt hätte”, sagte der Vorsitzende.

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte die Rockband „Workshop Life on Tour” der Lebenshilfe unter dem Motto „Auf der Bühne sind wir alle gleich” und lieferte damit zugleich einen eindrucksvollen Beweis für erfolgreiche Integration.

Im weiteren Verlauf des Abends stellten sich den Ehrenamtlern, die trotz des Wintereinbruchs sehr zahlreich der Einladung gefolgt waren, verschiedene Abteilung der Lebenshilfe vor. Dazu gehörten der 1980 gegründete Förderbereich, in dem 110 Schwerstbehinderte adäquate Arbeit finden, sowie der Holz- und der Elektrobereich, die auch mit kleinen Ausstellungen vertreten waren.

Die Küche stellte sich ebenfalls nicht nur theoretisch vor, sondern servierte mit einer regelrechten Menüfolge köstliche Gaumenfreuden. Der krönende Abschluss war eine Eisbombe à la „Traumschiff”.

Wurde im vergangenen Jahr in der Lebenshilfe Heinsberg das „Europäische Jahr für Menschen mit Behinderung” eröffnet, so wird es am 16. Februar diesen Jahres offiziell beendet. Dazu erwartet die Lebenshilfe in der Werkstatt sowohl Ulla Schmidt, die Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung, als auch die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengle, um Rückschau zu halten und Ausblick zu geben.