Aachen/Heinsberg: Freispruch für die Mitinhaberin

Aachen/Heinsberg : Freispruch für die Mitinhaberin

In einem Betrugs-Prozess vor dem Landgericht Aachen hat die 7. große Strafkammer jetzt das Verfahren gegen zwei der drei Angeklagten vorzeitig beendet.

So hat sie eine Steuerfachgehilfin und ehemalige Mitinhaberin eines Wohnmobil-Handels und -Verleihs in Heinsberg vom Betrugs-Vorwurf freigesprochen. Laut Anklage habe die 33 Jahre alte Frau mitgemischt, als ihr Kompagnon mehrere Wohnmobile verkauft, aber die Fahrzeuge nicht ausgeliefert beziehungsweise das Geld dafür nicht an die Zulieferfirma weitergeleitet habe.

Ein Aufhebungsvertrag belegte allerdings, dass die ehemalige Mitinhaberin zum Zeitpunkt der in Frage stehenden Vertragsabschlüsse nicht mehr für das Geschäftsgebaren haftbar zu machen war.

Unnötig ist auch das weitere Erscheinen vor Gericht für die 45 Jahre alte Ehefrau des Angeklagten geworden. Die Richter veruteilten sie zur Zahlung einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je fünf Euro. Die Hausfrau muss die 450 Euro zahlen, weil sie und ihre Kinder samt Ehemann im Jahr 2002 für mehrere Wochen in einem Landhotel auf Mallorca wohnten, obwohl sie die 11.700 Euro für die Bleibe nicht zahlen konnten.

Der Prozess gegen ihren Ehemann wird allerdings weitergeführt. Der 36-Jährige aus Übach-Palenberg soll unter anderem bei drei Aachener Banken versucht haben, einen unechten 15-Millionen-Euro Scheck einzulösen.