Kreis Heinsberg: Freies WLAN soll es bald auch im Kreishaus geben

Kreis Heinsberg : Freies WLAN soll es bald auch im Kreishaus geben

Im Heinsberger Kreishaus soll es bald — zumindest in Teilbereichen — freies WLAN ­geben. Dies kündigte Landrat Stephan Pusch (CDU) jetzt im Kreisausschuss an.

Im Mai sei die Verwaltung vom Kreisausschuss beauftragt worden, Gespräche mit dem Verein Freifunk Rheinland aufzunehmen, um Möglichkeiten einer Kooperation mit dem Ziel der Einbindung kreiseigener Liegenschaften in ein freies WLAN-Netz zu klären.Der Verein Freifunk Rheinland sei der Dachverband, deshalb sei Kontakt zur örtlich zuständigen Freifunk-Community Aachen aufgenommen worden. Dieser Community sei es wichtig, das öffentlich zugängliche WLAN-Netz zu erweitern, so Pusch weiter.

Dazu müssten allerdings technische Mindestbedingungen erfüllt werden, die von Seiten der Freifunk-Community vorgegeben würden. Eine dieser Anforderungen sei die Ver-legung eines jeweils separaten, zusätzlichen Glasfaseranschlusses an den kreiseigenen Lie-genschaften, die mit entsprechenden Tiefbauarbeiten verbunden seien.

Dadurch solle sichergestellt werden, dass für die Bürger tatsächlich genügend Bandbreite zur Verfügung stehe und damit eine Internetnutzung mit angemessener Geschwindigkeit angeboten werde.

Sowohl mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit als auch auf die Zahl der dadurch zu erreichenden Bürger sei geplant, zunächst einen neuen Anschluss für das Kreishaus einzurichten, der freies WLAN in den Wartezonen von Bürger-Service-Center, Ordnungsamt und Straßenverkehrsamt sicherstelle.

50 Router wären erforderlich

Aufgrund fehlender Tiefbaukapazitäten des Netzbetreibers werde sich die Realisierung nach dessen Auskunft voraussichtlich noch einige Monate hinziehen, berichtete der Landrat. Sobald die neue Glasfaserleitung verlegt sei, würden die Anschluss- und Installationsarbeiten der Router über die EDV-Stelle der Kreisverwaltung abgewickelt.

Aufgrund der baulichen Beschaffenheit des Kreishauses wären laut Pusch aktuell circa 50 Router erforderlich, um ein flächendeckendes WLAN im Kreishaus ­bereitzustellen. Diese flächen­deckende Verfügbarkeit stehe jedoch in keiner angemessenen ­Kosten-Nutzen-Relation. „Auch an den übrigen kreiseigenen Liegenschaften wären erhebliche bauliche und technische Maßnahmen für eine dortige flächendeckende WLAN-Versorgung innerhalb der Gebäude erforderlich.“

Deshalb ist nach Darstellung des Landrates eine schrittweise und sukzessive Bereitstellung weiterer öffentlicher WLAN-Netze an kreiseigenen Liegenschaften beabsichtigt, die sich auch am Bedarf des Bürgers, den örtlichen Anschlusskosten und den Aufwendungen für die Routerinstallation orientiere.

(disch)
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