Hückelhoven: Frauen suchen den Weg in die Moschee

Hückelhoven : Frauen suchen den Weg in die Moschee

Zum ersten gemeinsamen Friedensgebet trafen sich muslimische und christliche Frauen in einem Raum der DITIB-Moschee an der Hilfarther Straße.

Gut 75 Frauen erlebten einen Gottesdienst, der in seiner Erst- und Einmaligkeit als Zeichen dafür gelten konnte, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Kulturen praktiziert werden kann.

Dieses gemeinsame Beten um und für den Frieden war der vorläufige Höhepunkt schon einige Jahre bestehender Kontakte, die sich unter anderem in gegenseitigen Besuchen der Pfarrkirche von St. Lambertus und der Moschee und gemeinsamem Feiern bewährt hatten. Allerdings bedurfte es einiger Bemühungen bei den Vorbereitungen zu diesem Friedensgebet, weil es manche Hürde zu überwinden galt.

So gibt es beispielsweise in muslimischen Gottesdiensten keine Kerzen, die für Christen selbstverständlich sind, weil die brennenden Kerzen an heidnische Opfergaben erinnern. Zu Beginn des Friedensgebetes gab es jeweils eine rote Rose für die christlichen und eine Sonnenblume für die muslimischen Frauen.

Das Friedensgebet war vorbereitet worden und wurde gestaltet von Ute Errens, Karina Lamberti, Zulfiye Ilgin und Nurije Akkaya. Die Texte zum Thema Frieden stammten aus der Bibel und dem Koran und wurden jeweils von Deutsch auf Türkisch und umgekehrt übersetzt.

Und es wurde sehr deutlich, dass Gott, der bei den Muslimen Allah heißt, ein Gott des Friedens und nicht der Gewalt und des Krieges ist. Bei der Gestaltung wirkten auch muslimische Kinder durch ihren Gesang mit. Zum Abschluss wurde gemeinsam gesungen „Gib uns Frieden jeden Tag!” Nach dem Friedensgebet saßen die Frauen noch zusammen bei deutschen und türkischen Spezialitäten.

Am Ende wurden an die Teilnehmerinnen grüne Ansteck-Bändchen in der Farbe des Propheten verteilt mit dem Motto der Frauenwoche der Katholischen Frauengemeinschaft St. Lambertus Hückelhoven „Einander Halt sein”. Marita Bürger, Vorsitzende der Frauengemeinschaft, zeigte sich zufrieden und glücklich über die gelungene Veranstaltung.