Kreis Heinsberg: Flüchtlinge stehen im Blickpunkt: Flüchtlingsbeirat geplant

Kreis Heinsberg : Flüchtlinge stehen im Blickpunkt: Flüchtlingsbeirat geplant

Der Katholikenrat der Region Heinsberg und die CDU-Kreistagsfraktion wollen ­einen Flüchtlingsbeirat auf den Weg bringen. Dies wurde nach einem Treffen im Heinsberger Kreishaus bekannt. Die übergreifende Plattform soll aus politischen und kirchlichen sowie gesellschaftlichen Akteuren gebildet werden.

Bei dem Gespräch zwischen Katholikenrat und Unionsfraktion wurde darüber gesprochen, wie mit dem Thema Flüchtlinge weiter umgegangen werden solle. Dabei herrschte Konsens zwischen den Gesprächsteilnehmern darüber, eine Plattform beziehungsweise einen Flüchtlingsbeirat auf den Weg zu bringen — unter Beteiligung von Politik und Verwaltung, von evangelischer und katholischer Kirche.

An der Gesprächsrunde nahmen Vorsitzender Lutz Braunöhler und Geschäftsführer Ralf Zanders vom Katholikenrat, Regionaldekan Gottfried Maria Graaff sowie von der CDU-Fraktion Vorsitzender Norbert Reyans, sein Stellvertreter Erwin Dahlmanns, Willi Paffen, Josef Thelen und Geschäftsführer Martin Kliemt teil.

Christlicher Anspruch

Zum Hintergrund des Treffens erklärte Ralf Zanders, dass der Katholikenrat sich mit dem Thema Flüchtlinge, ihrer Lebenssituation und ihren Bedürfnissen beschäftigt habe und nun überlege, wie man diesen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen würden, Unterstützung zukommen lassen könne. Aus dem christlichen Anspruch heraus wolle man sich nun auf den Weg machen, um die Flüchtlinge ein Stück weit zu integrieren.

Gleichzeitig hob er hervor, dass der Katholikenrat es begrüße, dass der Kreis dabei sei, ein kommunales Integrationskonzept zu schreiben sowie das für den Kreis genehmigte und vom Land geförderte kommunale Integrationszentrum auf den Weg zu bringen. Jedoch wäre es wichtig, dass im Konzept die Flüchtlinge angemessen bedacht würden, stellte er heraus. Die Frage stand im Raum, wie man Mitmenschen für das Thema sensibilisieren könne.

Norbert Reyans erinnerte sich, dass es vor Jahren einen Flüchtlingsbeirat im Kreis gegeben habe, der jedoch nicht mehr bestehe. „Wir müssen wieder eine solche Plattform haben, die übergreifend Politik, Verbände und Bürger vereint“, so Reyans. Dieser Meinung waren auch alle anderen Gesprächsteilnehmer.

Herausgestellt wurden die Anforderungen an eine solche Plattform. Wichtig war den Teilnehmern, dass die Plattform beziehungsweise der Flüchtlingsbeirat übergreifend politisch und gesellschaftlich Tätige vereinen solle. „Wir müssen eine gemeinsame Plattform finden, wo sich alle Akteure bündeln können“, unterstrich Lutz Braunöhler. Wenn ein solches Gremium einen Konsens habe, werde es auch von der breiten Gesellschaft getragen, so Norbert Reyans.

Ralf Zanders schlug zudem vor, dass das zukünftige Integrationszentrum mit der Geschäftsführung und mit Verwaltungsaufgaben betraut werden könnte. „Von meiner Seite aus kann ich mir gut vorstellen, einen solchen Flüchtlingsbeirat auf den Weg zu bringen“, sagte Reyans. Der Christdemokrat sicherte jedenfalls zu, die Idee der Plattform beziehungsweise des Flüchtlingsbeirats intern in die Fraktionsrunden mitzunehmen.

„Wenn es eine positive Rückmeldung gibt, sollten wir noch vor den Sommerferien einen Termin machen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen“, schlug Ralf Zanders abschließend vor.