Erkelenz: „Fliegende” Motorräder und Monster-Trucks

Erkelenz : „Fliegende” Motorräder und Monster-Trucks

Quietschende und qualmende Reifen, die den Geruch verbrannten Gummis verbreiteten, „fliegende” Motorräder und riesige Monster-Trucks waren unumstritten die Hauptdarsteller der original Traber Stunt-Show.

Hoch im Kurs der Zuschauergunst auf dem Praktiker-Parkplatz im Gewerbegebiet Süd in Erkelenz standen nicht zuletzt auch die Stuntmen nebst dem Nachwuchs.

Denn ohne die seit Generationen als Artisten bekannte Trabergruppe wären schließlich all die für die große Stunt-Show benötigten Fahrzeuge regungslos stehen geblieben. Mit vor Ort in Erkelenz war der Chef und Leiter der Artisten, Hans-Lutz Traber aus dem Selfkant.

Dass der Name Traber für atemberaubende Akrobatik, Hochseilartistik und aufregende Stunts bürgt, davon konnten sich die Zuschauer überzeugen. Perfekt machte die rund einstündige Show allerdings erst das gute Zusammenspiel der Familien Traber, Lemoine und Klaas.

Die jüngsten Akteure, der achtjährige Stuntmen, Marcel Traber sowie der sieben Jahre junge „DJ Lagrin” leiteten die Show ein.

Auch nach mehreren Jahrzehnten packt den Chef immer noch das Lampenfieber vor jeder Show: „Jede Veranstaltung kann ein unberechenbares Risiko in sich bergen. Das wissen alle Stuntmen nur zu gut.”

Neben Hans-Lutz Traber und seinem Sohn Johnny, gehörten an diesem Tag auch Marcel Lemoine von den Gebrüdern Rainer und Simon Lemoine zu den Universal-Artisten, die sowohl mit Motorrädern als auch mit Autos und Monster-Trucks umgehen können.

Waghalsige, bis zu acht Meter hohe Sprünge mit dem Motorrad über auf dem Boden liegende Menschen, aber auch über bis zu sieben Autos begeisterten die Zuschauer.

Das „Spiel mit dem Feuer” gehörte dabei zur Stunt-Show ebenso dazu, wie Crashs und Überschläge mit dem Auto, die das Publikum jeweils mit viel Beifall bedachte.

Besonders enorm sei der Aufwand an Material für die Show: „Für das Plätten von mehreren Personenkraftwagen mit den als Höhepunkt angekündigten Monster-Truck werden für jede Show Gebrauchtwagen benötigt, die anschließend kostenintensiv entsorgt werden müssen”, so der Chef der Truppe.

Die Trucks mit einem Reifendurchmesser von bis zu zwei Metern und Namen wie „Big Foot”, die mit ihrem tonnenschweren Gewicht Autos zu Briefmarken zerquetschten, bildeten den Höhepunkt der Show.