Erkelenz / Geilenkirchen: Finanzämter Erkelenz und Geilenkirchen bleiben erhalten

Erkelenz / Geilenkirchen : Finanzämter Erkelenz und Geilenkirchen bleiben erhalten

Die beiden Finanzämter in Erkelenz und Geilenkirchen bleiben an beiden Standorten erhalten. Dies hat der nordrhein-westfälische Finanzminister Dr. Helmut Linssen am Mittwoch in Düsseldorf entschieden.

Vorausgegangen war eine Untersuchung von Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Dabei hat sich laut Ministeriumsangaben herausgestellt, „dass eine Fusion der beiden Finanzämter unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist”.

Maßgeblich für diese Entscheidung sei auch, dass es sich bei beiden Finanzämtern um so genannte Flächenämter mit einem großen Zuständigkeitsbereich handele. Die Erreichbarkeit für die Bürger des Landkreises habe dabei eine besondere Rolle gespielt. Darüber hinaus seien im Finanzamt Geilenkirchen eine große Anzahl schwer behinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Die Entscheidung werde damit auch der besonderen Situation der Beschäftigten gerecht. Der Minister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Landesregierung bei allen in der Planung befindlichen Fusionen von Finanzämtern neben der Voraussetzung der Wirtschaftlichkeit auch die Bürger- und Mitarbeiterorientierung im Blick habe.

„Die Freude ist groß”, erklärte die Erkelenzer Finanzamtsvorsteherin Ute Pullen, nachdem sie von der Oberfinanzdirektion Köln informiert worden war. Auch der Personalrat habe die Entscheidung im Sinne der Bediensteten begrüßt. „Ein guter Tag für Erkelenz und ein guter Tag für den Kreis Heinsberg”, sagte der Erkelenzer Erste Beigeordnete Dr.Hans-Heiner Gotzen. Der Stadt blieben die Arbeitsplätze und die damit verbundene Kaufkraft erhalten.

Und es sei im Interesse der Bürger, dass die Finanzverwaltung im Kreis bürgernah in zwei Standorte aufgeteilt bleibe. Er sei froh, dass die Entscheidung aus sachlichen Gründen getroffen worden sei. Dies verspreche auch für die Zukunft - zumindest für eine mittelfristige Planung - Sicherheit.

Im Geilenkirchener Finanzamt wurde die „überzeugende Entscheidung positiv aufgenommen”, wie Sachgebietsleiter Josef Perbaums erklärte. Sie sei nicht nur für die Bediensteten, sondern auch für die Bürger zu begrüßen - auch wirtschaftlich, weil für das Geilenkirchener Gebäude wohl kaum eine sinnvolle Verwendung vorstellbar gewesen wäre. Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst sagte: „Es ist klar, dass mir ein Stein vom Herzen fällt.” Er freue sich, dass das gemeinsame Eintreten für das Finanzamt Geilenkirchen - über Fraktionsgrenzen hinweg - zum Erfolg geführt habe.