Kreis Heinsberg: Filmprojekt über Menschen mit Behinderungen

Kreis Heinsberg : Filmprojekt über Menschen mit Behinderungen

Mit einem Filmabend im Hilfarther Kino hat die Lebenshilfe für Behinderte im Kreis Heinsberg ein eigenes Fernseh- oder besser Filmprojekt mit Namen „Guck-mal-TV” gestartet. Vor ihrem ersten eigenen Film präsentierte sie dort einen Dokumentarfilm, der in Norwegen spielt.

Ziel der Lebenshilfe Heinsberg sei es, Menschen mit Behinderung ein möglichst normales und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, führte Agi Palm vom Vorstand der Lebenshilfe vor der ersten Filmvorführung die Besucher im voll besetzten Kino in die Thematik ein.

Danach stellten sich die Hauptdarsteller von „Wir drei aus Wegberg” vor, des ersten 13-Minuten-Streifens von „Guck-mal-TV”: Helmut, Mario und Sandra, die seit gut einem Jahr eine Doppelhaus-Hälfte in Wegberg bewohnen, und ihre direkten Nachbarn Peter und Irmgard Schleszies.

Wie es denn so klappe mit den neuen Nachbarn? „Wir haben die Feststellung gemacht, dass es wunderbar klappt”, sagte Peter Schleszies. „Man muss halt nur ehrlich miteinander umgehen, sagen, was einem passt und was einem nicht passt.” Mit den Dreien könne man besser umgehen als mit so manchem „normalen” Menschen, fügte seine Frau hinzu.

Elmar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe, bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten am neuen Projekt. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der es normal ist, verschieden zu sein”, erklärte er.

Aus diesem Gedanken heraus sei die Idee entstanden, den Menschen im Kreis Heinsberg mit Hilfe des Projekts „Guck-mal-TV” via Internet aber auch darüber hinaus, im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen zu bieten.