Gangelt: Feuerwehr-Übung: Menschenrettung hat Vorrang

Gangelt : Feuerwehr-Übung: Menschenrettung hat Vorrang

Großübung im Gemeindegebiet Gangelt-Stahe: „Verkehrsunfall auf dem Niederbuscher Weg in Stahe-Niederbusch, Höhe Firma Schlun. Lkw mit Pkw kollidiert.

Zwei Personen im Pkw eingeklemmt. Der Lkw raucht stark und ist mit orangefarbener Warntafel gekennzeichnet.” So lautete die Alarmierung bei der Leitstelle, ausgelöst von einigen Passanten und Unfallzeugen.

Gegen 13.15 Uhr ging der Notruf ein. Sofort wurden der erste Zug der Feuerwehr Gangelt, der Gerätewagen Gefahrgut sowie die Löschgruppe Birgden informiert. Zwischenzeitlich wurde die Leitstelle informiert, dass sich im Pkw drei Personen befinden.

Unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Günter Paulzen wurden vor Ort die ersten Einzelheiten schnellstens besprochen. Der Unfallort wurde weitläufig abgesperrt, da noch nicht bekannt war, welche Chemikalien sich auf dem Lkw befanden.

Fünf Feuerwehrmänner mit Spezialanzügen näherten sich dem Unfallort. Die Rettung der Menschen stand natürlich an erster Stelle.

Die Meldung von den drei Schwerverletzten wurde sofort der Einsatzleitung mitgeteilt. Gleichzeitig informierten sich die Feuerwehrmänner vor Ort, welche Chemikalien geladen waren. Die Einsatzleitung stand nun unter Hochdruck, musste die Meldungen über die vorgefundenen Chemikalien auf die Schnelle auswerten.

Wichtig war bei dieser Übung, dass zwar Menschenrettung absoluten Vorrang hat. Man muss jedoch auch die in den Unfall verwickelten Personen, Einsatzkräfte und die Umwelt vor den Gefahrenstoffen schützen.

Nach Erhalt aller Informationen entschloss sich die Einsatzleitung, die im Wagen befindlichen Personen mit Hilfe von Rettungsschere und Spreizer aus dem Pkw zu retten. Die gefährlichen Dämpfe wurden mit Wasser niedergeschlagen, der brennende Lkw mit Hilfe eines Schaumrohres abgelöscht.

Da ein Einsatz mit Gefahrgütern sehr personal- und materialintensiv ist, wurden die Einheiten für gefährliche Stoffe und Güter aus Geilenkirchen und Übach-Palenberg zusätzlich alarmiert. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte mit 12 Feuerwehrfahrzeugen aktiv.