Erkelenz: Feuerwehr bremst bei Martinszügen

Erkelenz : Feuerwehr bremst bei Martinszügen

Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens zieht die Reißleine: Die Freiwillige Feuerwehr Erkelenz soll nicht mehr jeden Martinszug begleiten und die Aufsicht halten.

„15 Züge sind zuviel”, so der Stadtbrandinspektor. Der Personalaufwand und der Zeitaufwand sind seiner Ansicht nach zu groß für die Wehrleute, die bislang selbstverständlich ehrenamtlich und unentgeldlich an den Züge teilgenommen haben.

Aufgrund der VIelfalt sei das nicht mehr machbar. „Ich habe erklärt, wir würden zwei Züge in der Innenstadt als Feuerwehr überwachen”, sagte Linkens im Gespräch mit der Heinsberger Zeitung, ohne zu wissen, welche beiden Züge in Frage kommen.

Linkens sieht durch diesen Rückzug der Feuerwehr kein Hinderungsgrund für die Durchführung von Martinszügen und etwaiger Martinsfeuer. „Das THW wird sicherlich gerne einspringen”, sieht Linkens eine durchaus willkommene Alternative zur Feuerwehr.

Zugleich stellt er die Frage, die immer wieder aufkommt: „Warum sind Kindergärten und Grundschulen in der Erkelenzer Innenstadt nicht mehr in der Lage, einen gemeinsamen großen Zug zu Ehren von St. Martin auf die Beine zu stellen, wie es bis vor einigen Jahren noch lange Tradition war?”

Dann wäre es für alle Beteiligten, für Sicherheitskräfte und Musiker oft viel leichter und der Erlebniswert größer.