Hückelhoven: Farbenfrohes Kulturfest rund ums Rathaus

Hückelhoven : Farbenfrohes Kulturfest rund ums Rathaus

Beim Breakdance-Workshop auf dem Rathausvorplatz mitmachen oder vielleicht den Klängen des Mandolinenorchesters Rurperle in der Aula des Gymnasiums lauschen?

Die Kunstausstellung in der Evangelischen Kirche besuchen oder doch lieber die Installation „Luftbilder” an Schacht III begutachten? - wahrlich keine einfache Entscheidung für Unentschlossene. Doch in Anbetracht des innenstadtweiten Kulturfestes am Wochenende konnte es nur eine richtige Entscheidung geben: einfach mal überall seine Nase hineinstecken.

Die Gleichung der Veranstalter, Kulturring und Kammermusikfreunde „con brio”, war dabei so einfach wie effektiv: Möglichst viele Vereine und Solo-Künstler sollten einen Beitrag zum gerade deshalb so farbenfrohen Fest leisten, ihre eigene individuelle Note mit einbringen. Das Konzept ging auf.

„Ich wünsche uns allen viel Spaß und gutes Wetter”, spannte Kulturring-Geschäftsführerin Ulrike Minkenberg die Besucher bei der Begrüßung am Samstag nicht lange auf die Folter. Der Schirmherr des Kulturfestes, Bürgermeister Werner Schmitz, verlieh seiner Begeisterung dagegen Ausdruck: „Ich sehe dieser neuen Veranstaltung mit großem Interesse und gespannter Aufmerksamkeit entgegen.”

Vor allem Anhänger einzelner kultureller Bereiche werde es auf den Plan rufen. Aber: „Ich wünsche mir sehr, dass sich darüber hinaus auch andere auf ein Rendezvous mit für sie zunächst noch unbekanntem Neuland einlassen. Die Qualität des Gebotenen hätte dies wirklich verdient.”

Den ersten Auftritt des Tages gestaltete der Männergesangsverein Kleingladbach im Foyer der Aula. „Am kühlenden Morgen” hieß eines ihrer Lieder. Und das brachten die Barden nicht ohne Hintergedanken zu Gehör, denn Erfahrungswerte bezüglich des Wetters hatte sie gelehrt: „Wenn wir dieses Lied zuerst gesungen haben, wurden die Tage danach besser.” Ein Versuch wars wohl wert.

Aktuelle Werke

In nächster Nachbarschaft bot der Eine-Welt-Laden seine Waren aus fairem Handel feil, und präsentierte der Fotoclub eine Auswahl aktueller Werke. „Wer macht das schönste Bild vom Lumibär?” Den Gewinnern des Jugendfotowettbewerbes gebührten Digitalkameras sowie eine Überraschung. Abgelichtet werden sollte ein etwas groß geratenes Gummibärchen. Schauplatzwechsel.

Auch rund ums Rathaus pulsierte das kulturelle Leben. Vertreten waren hier unter anderem die Mineralien- und Bergbaufreunde, die Rurtalkorbmacher und die türkisch-spanische Folkloregruppe. Für Kinder im Einsatz: Zauberer Brik und der „Märchenkoch” mit seinen Vorstellungen im Kochtopf. Weiter ging´s zum Beispiel im Shuttlebus zu Schacht III: Über eine denkbar gute, weil kontrastreiche Atmosphäre für die „Luftbilder” des Kunstvereins „Canthe” verfügte die Schachthalle.

Die von der hohen Decke herabhängenden und mit Fett behandelten Papierrollen wiesen eine imposante Länge von sechs Metern auf. Das dominierende Thema: Transparenz. Weder allzu hastig noch allzu müßig: Wollten Besucher das umfangreiche Angebot ausschöpfen, mussten sie ganz schön auf zack sein.

Fotos vom Fest sind ab 20. Juli übrigens auf folgender Internet-Seite zu sehen:

http://www.fotoclub-hueckelhoven.de