Düren: Fahrplanwechsel bei Dürener Kreisbahn am 14. Dezember

Düren : Fahrplanwechsel bei Dürener Kreisbahn am 14. Dezember

Im Grunde geht es bei der Dürener Kreisbahn (DKB) nicht anders zu als im Fuß- oder Volleyball. Bei den Sportlern gilt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.” Und in der DKB-Zentrale an der Kölner Landstraße in Düren feilen Heinrich Wölk und Jürgen Mertes mit Geschäftsführer Bernd Böhnke schon längst am nächsten Fahrplan.

Der liegt natürlich noch nicht auf dem Tisch - im Gegensatz zur aktuellen Ausgabe, die am Sonntag (14. Dezember) Gültigkeit erlangt.

Auch wenn der neue Fahrplan relativ wenig Veränderungen bringt, so hat doch die Vorbereitung seiner Drucklegung sehr viel Detailarbeit. Die wird hinter den Kulissen erledigt, in einem Büro im Erdgeschoss.

Während Minute um Minute Busse auf dem Betriebshof ein- und ausfahren, sich zudem Triebwagen und Loks der Rurtalbahn in die Halle der Werkstatt schieben, wandern Kilobyte für Kilobyte Daten in den Computer.

Vorgaben der Politiker aus dem Nahverkehrsplan des Kreises, verfügbare Busse und Fahrer sowie viele andere Einzelheiten werden von den Sachbearbeitern in den Rechner eingegeben.

Natürlich achten die Experten von der DKB darauf, das Personal und rollende Betriebsmittel optimal ausgenutzt werden - Wirtschaftlichkeit gilt neben Kundenfreundlichkeit als oberstes Gebot.

Kollege Computer hilft dem Team von der Kreisbahn (an der Rurtalbahn ist sie zu 25 Prozent beteiligt) aber auch, wenn es darum geht, dass im Fahrplan ein Zahnrad punktgenau ins andere greift und Anschlüsse gewahrt bleiben.

Dabei achten die Fachleute streng darauf, dass sich im Interesse der Rentabilität keine langen Stand- und Wartezeiten ergeben. Darum werden Linien mit einander verflochten und es kann sein, dass - statt am Kaiserplatz im Herzen Dürens zu parken - ein Fahrzeug, das gerade aus Nörvenich angekommen ist, anschließend eine Tour Richtung Birkesdorf absolviert.

Ein Diagramm aus Linien und Farben zeigt anschließend, in wie weit dies Ziel schon erreicht worden ist.

Im Gegensatz zum westlich angrenzenden Gebiet, das von der ASEAG, dem größten Partner im Aachener Verkehrsverbund (AVV), der auch den Kreis Düren einschließt, geprägt wird, vollzieht die DKB den Fahrplanwechsel im Dezember, nicht aber zu Pfingsten.

Warum das so ist, weiß Geschäftsführer Böhnke: „Viele Verkehrsströme sind auf die Bahnhöfe ausgerichtet.” Und da die Deutsche Bahn (DB), die mit den Zügen zwischen Aachen und Köln sowie der S-Bahn-Linie 12 von Düren nach Hennef an der Sieg gleichfalls im Fahrplan vertreten ist, die Umstellung in der Vorweihnachtszeit vornimmt, zieht die Kreisbahn halt mit.

Nun ist es an den Vorverkaufsstellen erhältlich, das 348 Seiten starke Fahrplanbuch, das alle Bus- und Schienenverbindungen aufführt, die es im Kreis Düren zwischen Jülich und der Eifel überhaupt gibt. Nach rund einem halben Jahr, im kommenden Sommer, wird es die nächsten Ergänzungen geben.

Dann nämlich soll die Euregiobahn von Eschweiler-Weisweiler aus nach Langerwehe fahren. Und wieder einmal wird vieles anders für die Spezialisten von der Kölner Landstraße.