Kreis Heinsberg: Fachtagung: „Gewalt trennt - Gewalt fällt aus dem Rahmen”

Kreis Heinsberg : Fachtagung: „Gewalt trennt - Gewalt fällt aus dem Rahmen”

Am 22. März ist der europäische Tag des Verbrechensopfers. Der seit vielen Jahren im Kreis Heinsberg aktive Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch lädt an diesem Tag unter dem Titel „Gewalt trennt - Gewalt fällt aus dem Rahmen” zu einer Opferschutz-Fachtagung in der Heinsberger Stadthalle (Begegnungsstätte) ein.

Ziel der Veranstaltung ist ein verbesserter Opferschutz sowie das Bekanntmachen aller Beratungs- und Hilfemöglichkeiten. Die Fachtagung richtet sich an Multiplikatoren aus vielen Bereichen wie Pädagogik, Medizin, Justiz, Jugendbetreuung oder Sozialarbeit.

Kriminalhauptkommissar Franz Heinrichs, Leiter des Kommissariats Vorbeugung bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg, erklärte: „Wir möchten erreichen, dass insbesondere die Berufsgruppen, durch die unter Umständen erste Hinweise auf Misshandlung oder Missbrauch feststellbar wären oder denen sich Opfer häufig anvertrauen, mit diesen Verdachtsfällen angemessen und mit dem Ziel der Beendigung der Opfersituation umgehen können.”

Ein weiteres wichtiges Ziel im Rahmen der Opferschutztagung ist die geplante Gründung eines „Runden Tisches gegen häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch”. Bereits jetzt bestehende kleine Netzwerke zum Opferschutz sollen damit zusammengefasst werden, damit sowohl die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu diesem wichtigen Thema verstärkt als auch die konkrete Hilfestellung für Opfer verbessert werden kann.

Das Programm der Fachtagung am Donnerstag, 22.März, im Überblick:

9 Uhr: Ankunft der Teilnehmer, Stehkaffee

9.30 Uhr: Einführung in die Thematik und Ansprache des Schirmherrn, Landrat Stephan Pusch

10 Uhr: Fachreferat über Gewaltprävention und Kooperation der Hilfe; Dr. Claudia Buntschuh, Landesverband Kinderschutzbund

11.30 Uhr: Diskussion zum Referat und Podiumsgespräch mit Dr. Claudia Buntschuh (Kinderschutzbund), Willi Paffen (Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses vom Kreis Heinsberg), Ralf Schwarzenberg (Leiter des Jugendamtes von der Stadt Hückelhoven) und Silke Kubaink (Schulsozialarbeiterin)

12.30 Uhr: Mittagspause

13.30 Uhr: Erste Teilnahme an einem der Themenzirkel

14.30 Uhr: Kaffeepause

14.45 Uhr: Zweite Teilnahme an einem der Themenzirkel

anschließend: Forum mit Resümee der Veranstaltung und Ausblick

16.30 Uhr: Veranstaltungsende

Jeder Teilnehmer kann bei den Opferschutz-Themenzirkeln am Nachmittag zwei der folgenden Angebote auswählen:

I. Soforthilfe und Rechtsanspruch (Versorgungsamt / Weißer Ring)

II. Polizeiliche Opferschutzmaßnahmen - Wohnungsverweisung und polizeilicher Opferschutz (Kreispolizeibehörde)

III. Maßnahmen des Jugendamtes und des Familiengerichtes (Familienrichterin / Rechtsanwältin / Jugendamt Stadt Heinsberg)

IV. Psychosoziale Sofortmaßnahmen (Frauenhaus / Kinderschutzbund)

V. Beratung und Therapie (Kinder- und Jugendpsychiatrie Süchteln / Erziehungsberatungsstelle Erkelenz)

VI. Täterarbeit - Risikoeinschätzung und ambulante Therapie (Erziehungsberatungsstelle Geilenkirchen)

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dieter Schuhmachers, Regionalredakteur des Zeitungsverlags Aachen.

An einem Büchertisch gibt es während der gesamten Veranstaltung interessante Literatur und Beratung durch den Fachverlag für den pädagogisch-therapeutischen Bedarf „Donna Vita”.

Die Tagungsgebühr beträgt zehn Euro (an der Tageskasse zu zahlen). Diese Gebühr beinhaltet einen kleinen Imbiss und alkoholfreie Getränke, Kaffee und Tee während der Tagung.

Informationen

Nähere Informationen und Anmeldungen zur Fachtagung: Reinhold Trzeciak, Fachstelle für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktregelung SKF/M, Westpromenade 13, 41812 Erkelenz, 02431/960019-21, Fax 02431/76399, E-Mail: mailto:info@skfm-region-hs.de.

Anmeldeschluss ist am 1. März. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, entscheidet die Reihenfolge der Anmeldungen, teilten die Organisatoren mit.