Erkelenz: Exotisches gibt den Ton an

Erkelenz : Exotisches gibt den Ton an

Wenig Freude bereitet den Grünen im Erkelenzer Stadtrat die Einladung von Bürgermeister Erwin Mathissen zum traditionellen Behördenleitertreffen.

Jahrelang war es Gepflogenheit, dass sich Rat, Verwaltung und Behördenleiter zum geselligen Beisammensein und gepflegten Meinungsaustausch auf der Kegelbahn in der Oerather Mühle trafen.

Doch jetzt ist alles anders: Nach der Einladung des Bürgermeisters findet das Treffen heute bei Rheinbraun statt. „Ohne uns”, so die Grünen.

Wahrscheinlich recht selten sichten Musikliebhaber oder Sammler in hiesigen Breitengraden exotische Instrumente wie eine chinesische Zitter. Nicht nur zu sehen gab es das rechteckige Tonwerkzeug aus Holz am Samstag beim ersten Musik-Trödelmarkt des Musik-Centers an der Gewerbestraße Süd.

Die Zitter konnte sogar käuflich erworben werden. Seltsam sah sie aus: Saiten wie sie eine Gitarre besitzt, Tasten wie bei einem Akkordeon, dazu noch eine Bedienungsanleitung auf chinesisch - eher etwas für den experimentierfreudigen Fachmann.

Rund 40 Aussteller hatten sich angemeldet, um ihr überflüssig gewordenes Instrumentarium sowie Zubehör aller Art an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein Schlaraffenland also für gewiefte Schnäppchenjäger.

Das mannigfaltige Angebot umfasste unter anderem Geigen, E-Gitarren Keyboards, Trommeln und Verstärkerboxen. Auch wen es nach einer Ukulele oder einem Notenheft mit sämtlichen Werken von Chopin verlangte, wurde nach relativ kurzer Zeit fündig.

Ausgiebiges Feilschen war selbstverständlich Ehrensache für die Händler, der Kaufpreis nur eine Frage des Verhandlungsgeschickes. Hartnäckigkeit hieß demnach die Devise.

Darüber hinaus lohnte ein Blick ins Musik-Center, wo es ebenfalls nur so vor Besuchern und edlen Gerätschaften wimmelte - diese allerdings hatten Neuwert, befanden sich aber auch auf dem neuesten Stand der Technik. Musik in all ihren Variationen war zweifellos Gesprächsstoff Nummer Eins.

Das Organisationsteam sorgte außerdem dafür, dass echte Töne produziert wurden. Fünf aufstrebende Bands aus der Umgebung unternahmen zwischen 13 Uhr mittags und 20 Uhr abends auf der eigens errichteten Bühne einen Streifzug durch verschiedene Genres und Jahrzehnte der Musikgeschichte.

Aktuelle Coversongs gehörten ebenso zu ihrem Repertoire wie selbst komponierte Stücke. „Die Bands spielen alle unentgeltlich”, berichtete Heribert Beyers vom Musik-Center. „Hier zählt sozusagen noch der âSpaß an der Freud.”