Heinsberg: Exlibris-Idee erfolgreich bei Silbertriennale

Heinsberg : Exlibris-Idee erfolgreich bei Silbertriennale

Seine Vorliebe für Bücher hat der Heinsberger Gold- und Silberschmiedemeister Johannes Hieronimi in seinem Beitrag für den weltgrößten Silberwettbewerb mit seiner Sammelleidenschaft für Bestecke kombiniert: in Form eines Exlibris, eines Besitzzeichens für ein Buch, das er nach dem ersten Druck in ein Besteck weiter verarbeitete.

Nach 2000 und 2003 nahm er damit 2006 zum dritten Mal an dem bekannten Wettbewerb teil. Neue Gestaltungsideen für Silber forderte die 15. Silbertriennale, an der sich 147 Silberschmiede, Metallgestalter und Designer aus 19 Nationen auf drei Kontinenten mit über 200 Arbeiten beteiligten.

Die Werke von rund 80 Künstlern wurden für eine Ausstellung ausgewählt, die nach Frankfurt am Main, Moskau, Hamburg und Hanau noch bis zum 25. Oktober im Porzellanhaus Franken in der Düsseldorfer Königsallee zu sehen ist. Mit dabei sind auch „Löffelchen und Gäbelchen für/von einen/einem bibliophilen Dessertliebhaber” des Heinsberger Künstlers.

Das Thema „Exlibris” sei mittlerweile eine eigene Kunstgattung, erzählt Hieronimi, dem nach dem Besuch einer entsprechenden Tauschbörse die Idee für das ungewöhnliche Werk kam. Er fertigte zwei Druckplatten aus Silber und gravierte die Schriftzüge „Exlibris” auf den Löffel sowie seinen Vor- und Zunamen auf die Gabel. Anschließend druckte er ein Exlibris, das er jetzt in seinen Ausstellungskatalog einkleben wird, und formte die beiden Druckplatten zu dem kleinen Besteck um.