Erkelenz: Evangelische Kirche baut keine Stellen ab

Erkelenz : Evangelische Kirche baut keine Stellen ab

Die Evangelische Kirchengemeinde ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gewachsen und hat nunmehr rund 5200 Mitglieder.

Ursächlich sind dafür die vielen Zuzüge in die Neubaugebiete der Stadt Erkelenz, wie Pfarrer Günter Jendges bei der Gemeindeversammlung im Martin-Luther-Gemeindehaus berichtete. Dieser Zuwachs dürfte einer der Gründe sei, weshalb der Kirchengemeinde eine Hilfspfarrerin zugewiesen wurde, die demnächst die beiden Pfarrer unterstützen könnte.

Der Personalbestand der Gemeinde ist seit Jahren nahezu unverändert, im Gegensatz zur katholischen Kirche bräuchte man sich wegen der Finanzierbarkeit der Mitarbeiter keine Gedanken zu machen. Ein Personalabbau sei nicht erforderlich und absehbar.

Der Haushalt der Kirchengemeinde ruhe auf stabilen Füßen, meinte Finanzkirchmeister Herbert Stahnke; sein Kollege, Kirchbaumeister Günter Benger, sagte beim Blick nach vorn, im nächsten Jahr würde unter anderem in einen neuen Anstrich des Gemeindezentrums investiert. In diesem Jahr habe die Gemeinde unter anderem die Spielstube auf einen neuen, modernen Stand gebracht.

Über die sozialen Belange der Kirchengemeinde sprach Pfarrer Günter Wild. Dank der Diakonie-Stiftung hätten mehrere Projekte unterstützt werden können. So wäre etwa Senioren eine Beteiligung an einer Seniorenfreizeit ermöglicht worden, an der sie ansonsten aus finanziellen Grünen nicht hätten teilnehmen können.

Als positiv bewertete Wild auch die so genannte Tafel, den Mittagstisch am Montag im Gemeindezentrum. Mittlerweile kochen die Ehrenamtler für rund 50 Personen, die sich das günstige Essen schmecken lassen.

Gedanken wird sich die Gemeinde in den nächsten Jahren hinsichtlich der Jugendarbeit machen müssen. Die Landeszuschüsse sinken unentwegt; die Stadt Erkelenz möchte die kirchlichen Jugendzentren eventuell einbinden in einen Ganztagsbetrieb an den Schulen.

Als gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Schulen bezeichnete Jendges die Hausaufgabenbetreuung im evangelischen Jugendzentrum ZaK, bei der Ehrenamtler Hauptschülern bei den Hausaufgaben an vier Tagen in der Woche hilfreich über die Schulter blicken.