EU sieht keine Gefahr durch den Eisernen Rhein

EU sieht keine Gefahr durch den Eisernen Rhein

Kreis Heinsberg. Der „Eiserne Rhein” zwischen Antwerpen und dem Ruhrgebiet stellt nach Ansicht der EU-Kommission keine Gefahr für die betroffenen Naturschutzgebiete dar.

Die Kommission habe eine entsprechende Beschwerde abgelehnt, teilte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström am Mittwoch in Brüssel mit. Sie sehe keine negativen Folgen für die Schutzgebiete und die dort lebenden Tiere und Vögel.

Die Wiedereröffnung der historischen Trasse sei die umweltfreundlichste Variante. Seit mehr als 100 Jahren hätten Güterzüge diese Strecke benutzt und die Ansiedlung seltener Tiere und Pflanzen im Naturschutzgebiet „De Meinweg” bei Roermond und dem Maas-Schwalm-Nette-Gebiet nicht behindert.

1879 war die Strecke als Verbindung zwischen dem Antwerpener Hafen und dem Ruhrgebiet eröffnet worden. Der letzte Zug rollte 1991 über die Gleise. Umweltschützer hatten die Wiederbelebung der Strecke immer wieder kritisiert.

Bezogen auf Deutschland prüft die EU-Kommission nach eigenen Angaben weiterhin die Umweltverträglichkeit der Bahnlinie. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die Richtlinie zum Schutz von Lebensräumen und Vögeln verletzt werde, schrieb Wallström.