Hückelhoven: Es prasselt in Strömen kiloweise Naschwerk

Hückelhoven : Es prasselt in Strömen kiloweise Naschwerk

„Nix em Büggel, ever fiere dom ´mer doch” - so hielten es die Hückelhovener Karnevalisten mit der fünften Jahreszeit und erwiesen sich trotz leerer Geldbeutel einmal mehr als Ideen reiche Bewohner einer Karnevalshochburg.

Äußerst spendabel: Bei einem Rosenmontagszug voller närrischer Schauwerte regnete es in Strömen und zwar kiloweise Naschwerk auf die vielen hundert Karneval-Fans der ehemaligen Zechenstadt.

Die älteren Damen und Herren des Altenheims St. Lambertus etwa hatten Sitzplätze in der „ersten Reihe” ergattert: Sie warteten an der Dinstühlerstraße auf das Eintreffen des Zuges, der sich in unmittelbarer Nähe, nämlich auf der Straße Am Steinacker formierte.

Rund 30 kostümierte Fußgruppen und phantasievoll gestaltete Wagen bahnten sich unter lautstarkem Jubel ihren Weg durch die dicht bevölkerte Innenstadt.

Unter die Malermeister waren die Bewohner von Haus Schnorrenberg gegangen. Auf einem Transparent prangte der Warnhinweis „Frisch gestrichen” sowie einige Aussagen, die sich die eifrigen Pinselschwinger wohl nicht verkneifen konnten: zum Beispiel „Kein Geld für Soziales” oder „Korruption kostet”.

Was für eine Gemeinheit: Die Damen der Frauenfußballmannschaft sahen teilweise allzu männlich aus und trugen auch noch wenig schmeichelhafte Namen wie Britta Blutgrätsche und Heike Handspiel. Dazu der Spruch: „Nur Schlammcatchen ist schöner.”

Einen Sonderrabatt auf alle Waren offerierte die Freiwillige Feuerwehr in ihrem rollenden „Buuremarkt” aus dem Mittelalter.

Sozusagen eine Premierenvorstellung feierte eine Gruppe, die unter der Totenkopf-Flagge segelte und sich folgendes Motto ausgedacht hatte: „Piraten der Meere geben sich im Karneval die Ehre”.

Aus der verrückten Tierwelt übermittelten die „Lustigen 15” jecke Grüße. Die wilden Kreaturen in ihrem Dschungel-Käfig waren glücklicherweise nicht echt.

Der Karneval kennt keine Grenzen und kein Pardon: Wer seinen Blick kreisen ließ, entdeckte alsbald gift-grüne Kraken, knuffige Kühe in traditioneller Schwarz-Weiß-Schattierung, niedliche Mäuse, verrückte Hühner und viele andere Gestalten aus allen möglichen Welten.

Die HKG wusste zu beeindrucken: Natürlich mit ihrem schmucken Prinzen Michael I. (Kubik) und mit dem nigelnagelneuen Gefährt des Elferrates.

Auf Dem prangte das karnevalistische Bekenntnis: „Nur fliegen ist schöner”. Nicht weit entfernt waren außerdem die Tanzgarden, die Schleeaner und der Jugendelferrat anzutreffen.