Heinsberg-Kirchhoven: Es gibt Stunk an St. Hubertus in Kirchhoven

Heinsberg-Kirchhoven : Es gibt Stunk an St. Hubertus in Kirchhoven

Es gibt Stunk im Kirchhovener Pfarrgemeinderat: Heinz-Peter Benetreu, Vorsitzender des Katholischen Altenwerks im Bistum Aachen, bezweifelt die ordnungsgemäße Zusammensetzung des Gremiums der Katholischen Pfarrgemeinde St. Hubertus. Die Vorgeschichte: Bei den Pfarrgemeinderatswahlen im November 2006 waren zehn von 13 Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen.

Das zehnköpfige Gremium nahm seine Arbeit ordnungsgemäß auf. Zwei davon traten schon im Vorjahr zurück. Nach der Satzung des Bistums Aachen müssten die zwei mit der höchsten Stimmenzahl gewählten Personen als Nachrücker in den Pfarrgemeinderat einziehen, so Benetreu.

Es sei jedoch nicht satzungsgemäß verfahren worden. Denn er selbst wäre einer der „Nachrücker” gewesen, sei jedoch nicht berücksichtigt worden. Stattdessen seien zwei Personen mit der gleichen Stimmenzahl nachgerückt, und einer sei durch Zuwahl hinzugekommen, der sich 2005 nicht zur Wahl gestellt habe. Nach Angaben des Vorsitzenden Hans Lehnen sei dies geschehen, um den Kreis der jungen Katholiken zu repräsentieren.

Benetreu sieht sich bereits im Vorfeld der Pfarrgemeinderatswahlen „in Ungnade gefallen”, weil sich das von ihm geführte Altenwerk mit einer Presseerklärung mit dem Titel „Senioren - aktiv im Bistum Aachen” mit der Aufforderung an die Katholiken gerichtet hatte, „auch ältere Menschen zu wählen”. Außerdem sei den Pfarrgemeinderatsmitgliedern empfohlen worden, „den erfahrenen und motivierten älteren Kandidaten vorzugsweise die Stimme zu geben”.

Benetreu denkt darüber nach, sich an die für Schlichtung von Konflikten zuständige Schiedsstelle im Bistum Aachen zu wenden. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Lehnen wies die Kritik auf Nachfrage unserer Zeitung zurück und betonte, dass „alles korrekt verlaufen und vom Bistum abgesegnet ist”.