Erkelenz: Erste Paten für Kreisverkehre

Erkelenz : Erste Paten für Kreisverkehre

Bei der Sitzung des Bauausschusses berichtete der Leiter des Grünflächenamtes, Norbert Banritzer, über erste Konzepte zur Pflege der Kreisverkehre durch private Sponsoren.

Diese können Patenschaften für einen Kreisverkehr übernehmen und zeichnen sich dann für die Pflege der Innenflächen verantwortlich.

In Erkelenz gibt es insgesamt 17 Kreisverkehre mit begrünten Innenflächen. Acht davon werden von der Stadt gepflegt. Für die restlichen neun zeichnen sich der Kreis und der Landesbetrieb Straßen verantwortlich. Diese mähen die Innenflächen zweimal im Jahr und führen rund alle fünf Jahre einen Schnitt der Baumkronen aus. Dies führt dazu, dass die Kreisverkehre nicht gerade Aushängeschilder der Stadt sind.

Umso schlimmer, da sie oftmals an den Einfallstraßen gelegen sind und keinen allzu positiven ersten Eindruck vermitteln. Eine häufigere Pflege sei aber aus Kostengründen nicht geplant, wie Banritzer betonte. Hinsichtlich der Einbindung privater Pflegepaten zeigten sich die Straßenbaulastträger jedoch offen.

Ein entsprechendes Konzept war nach einem Antrag der CDU im vorigen Jahr in Auftrag gegeben worden. Nun konnte Banritzer dem Ausschuss die ersten drei Pflegepaten präsentieren. Das Konzept sieht die Pflege von vorerst drei Kreisverkehren aus der Bürgerschaft vor. Die Kreisverkehre Granterath, Mennekrath und Sachsenring können in private Pflege übergeben werden. Dort ist dies möglich, da der Arbeit von Privatpersonen keine Sicherheitsgründe im Wege stehen.

Die restlichen Kreisverkehre können nur von Fachfirmen gepflegt werden, die sich selbst für die Pflege melden oder von Sponsoren dazu beauftragt werden. Drei Paten aus dem Kreis der Fachbetriebe haben sich bereits gefunden. Die Baumschule Hallen will zukünftig Pate in Golkrath sein, wo sich die K 29 und die L 227 kreuzen, Garten- und Landschaftsgestaltung Schmitz will den Kreisverkehr in Matzerath im Bereich von L 19 und K 29 betreuen und Garten- und Landschaftsbau Görtz möchte sich um den Kreisverkehr bei Immerath (neu) und Bellinghoven im Bereich von L 366 und K 32 kümmern.

Nachdem der Bauausschuss grünes Licht für die Paten gegeben hatte, werden nun die entsprechenden Verträge abgeschlossen. Die Gestaltung soll mit der Stadt und den Straßenbaulastträgern abgestimmt werden, wobei auch verkehrsrechtliche Themen Berücksichtigung finden werden. Die Paten können auf den Innenflächen mit Werbeflächen von einem Quadratmeter auf sich aufmerksam machen. Die Kosten für die Pflege der Flächen wird mit rund 1500 bis 2000 Euro pro Jahr beziffert. Wer sich noch für eine Patenschaft interessiert, kann sich im Grünflächenamt über das Pflegekonzept informieren.