Kreis Heinsberg: Erntezeit: Kreislandwirt erwartet höhere Erträge als 2013

Kreis Heinsberg : Erntezeit: Kreislandwirt erwartet höhere Erträge als 2013

In der Köln-Aachener-Bucht und am Niederrhein ist die Gerstenernte teilweise schon in der vergangenen Woche gestartet. „Jetzt beginnt sie auch in den anderen Teilen des Rheinlands“, betont Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg.

Er erwartet im Vergleich zum Vorjahr eine gute Ernte mit einem leicht höheren Ertrag — aber niedrigeren Preisen. „Wenn die Wintergerste gedroschen ist, steht Ende Juli die Weizenernte an“, kündigt er an. Durch den milden Winter, das sonnige Frühjahr und die sommerlichen Temperaturen kann die Ernte im Rheinland rund eine Woche früher starten als im Jahresdurchschnitt.

Die Wachstumsbedingungen für das Getreide waren gut: „Das Frühjahr 2014 bot einige Besonderheiten. Der meteorologische Frühling vom 1. März bis zum 31. Mai war der Drittwärmste seit 1895. Die Temperaturen lagen im Mittel rund 2,5 Grad über dem Durchschnitt der letzten 120 Jahre“, erklärt der Vorsitzende. Von den niederschlagsarmen Monaten Februar, März und April hat sich das Getreide gut erholt. Die anschließenden kühleren Temperaturen und Regenschauer, die je nach Region unterschiedlich ausfielen, taten den Getreidebeständen gut.

„Die Aussichten für Ertrag und Qualität sind positiv“, sagt Bernhard Conzen. Jetzt hoffen die Landwirte auf das passende Erntewetter für den frühen Drusch — und dass wiederkehrende Niederschläge die Ernte nicht unterbrechen. „Die Landwirtschaft ist und bleibt abhängig vom Wetter, was Landwirte besonders in der Erntezeit zu spüren bekommen“, so der Vorsitzende.

„Die Getreidepreise stehen unter Druck. Denn insgesamt rechnet man weltweit mit einer guten Getreideernte“, sagt Conzen. Doch hohe Getreidemengen bedeuten oft auch niedrige Preise. Das gute Preisniveau des Jahres 2012 und des Vorjahres wird voraussichtlich nicht erreicht, glaubt Bernhard Conzen.