Erkelenz: Erkelenzer FDP will kritisch und konstruktiv sein

Erkelenz : Erkelenzer FDP will kritisch und konstruktiv sein

Auf ihrem Ortsparteitag zeigte sich die Erkelenzer FDP selbstbewusst. Der Vorsitzende der Ratsfraktion, Werner Krahe, kündigte an, auch weiterhin eine kritische und konstruktive Sachpolitik zu vertreten.

Wieder zu Gast war Bürgermeister Peter Jansen. Er betonte in seinem Grußwort die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Wir müssen auch bei unterschiedlichen Auffassungen miteinander reden”, erklärte er. Schließlich gehe es darum, Entscheidungen zu treffen, „die wir auch noch in zehn Jahren verantworten können”.

Die Erkelenzer Probleme seien nicht hausgemacht. So werde Erkelenz zur Kasse gebeten, weil es in den letzten Jahren umsichtig gewirtschaftet und Rücklagen gebildet hatte. „Die sollen jetzt von anderen gefrühstückt werden”, ärgerte sich Jansen und forderte, dass die Gemeindefinanzierung völlig neu überdacht werden müsse.

Zusammenarbeit ist das Ziel

Der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Stefan Lenzen, betonte, dass der Kreis die Kommunen um rund fünf Millionen Euro entlasten konnte. Gemeinsames Ziel der Kreis-FDP und der Stadtverbände sei eine interkommunale Zusammenarbeit. „Die rot-grüne Landesregierung betreibt Großstadtpolitik”, die den ländlichen Raum benachteilige und den Kommunen den Todesstoß in Richtung „Haushaltssicherungskonzept” verpasse.

In seinem Geschäftsbericht hob der Erkelenzer FDP-Vorsitzende Thorsten Odenthal hervor, dass die FDP mit 25 Mitgliedern nicht zu den großen Parteien in Erkelenz gehöre, aber „über eine Menge Power” verfüge. Die Partei stehe für konstruktive Sachpolitik und Bürgernähe.

Als Beispiel nannte er die Bürgerbefragung zur Brötchentaste an den Parkscheinautomaten und die regelmäßigen Bürgerstammtische. „Wir waren und sind am und für den Bürger aktiv”, betonte er.

Die Versammlung stimmte auch über einen Antrag für den Kreisparteitag ab, der einen kreisweiten Runden Tisch aller Kommunen zu den Einsparmöglichkeiten und einer engen Zusammenarbeit, zum Beispiel im Mahn- und Vergabewesen, vorsieht.

Strukturelle Veränderungen bergen mehr Einsparungspotenzial als Streichungen, betonte Krahe. „Die Spielräume sind da, sie müssen nur ausgelotet werden.”