Erkelenz: Erkelenzer City unter die Lupe genommen

Erkelenz : Erkelenzer City unter die Lupe genommen

Die Damen und Herren im Erkelenzer Stadtrat haben es oft schwer: Die Diskussionen über die Erkelenzer Einkaufszone kommt immer wieder hoch und oft werden Beschwerden geäußert.

Die Junge Union Erkelenz hat diese Beschwerden im Detail unter die Lupe genommen. Im Juli befragten die Nachwuchspolitiker der Union Passanten und Geschäftsinhaber gleichermaßen zum Thema „Einzelhandel in der Erkelenzer Innenstadt”.

Die Ergebnisse dieser Studie haben sie nun veröffentlicht. Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Erkelenzer Einkaufszone, die aus 130 Geschäften besteht, hauptsächlich an den Freitagen genutzt wird. Zu dieser Einschätzung kommen sowohl die Geschäftsleute, als auch die Kunden. Sicher ist dafür ein Hauptgrund der Wochenmarkt an jedem Freitag. Aber auch samstags und montags lassen sich viele Kunden in der Innenstadt blicken.

Der Großteil der Kundschaft gibt die Zeit zwischen 10 und 12 Uhr und nach dem Feierabend, also nach 16 Uhr, als die optimale Einkaufszeit an. Für die Händler ist die Mittagszeit, zwischen 12 und 14 Uhr, völlig unbedeutend für den Verkauf. Die Kunden schätzen allerdings auch diese Zeit und wünschen sich eine Abschaffung der Mittagspause oder zumindest eine einheitliche Regelung.

Was die Meinung zum Parkplatzangebot in der Innenstadt betrifft, gehen die Meinungen von Kunden und Händlern weit auseinander. Die Geschäftsinhaber schätzen das Angebot an Parkplätzen zu rund 43 Prozent als „unzureichend” ein. Die Kunden sehen das Parken in der Innenstadt weniger problematisch und so bewerten sogar 21 Prozent das Angebot an Parkplätzen als „gut”.

Unzufrieden sind die Kunden allerdings mit den Parkautomaten, weil die „Rückgeldfunktion” fehlt. Für Kritik sorgt bei Kunden und Händlern außerdem das Problem Dauerparken. Denn jeder, der länger als drei Stunden parken möchte, sucht in der Innenstadt vergeblich nach einem Parkplatz. Die meisten Parkplätze darf man nämlich höchstens zwei oder bis Stunden belegen.

Um in die Stadt zu kommen, benutzen die meisten Einkäufer das eigene Auto. Doch gut ein Drittel verzichtet auf das Auto und kommt zu Fuß in die Stadt. Über die Hälfte der Erkelenzer bleiben ihrer Heimatstadt treu, wenn es um den wöchentlichen Einkauf geht. Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass Erkelenz wegen seiner Nähe zu den großen Städten auch mit den Einkaufszonen von Aachen oder Mönchengladbach konkurriert.

Übrigens sind die meisten Erkelenzer die Attraktivität der Einkaufszone sehr zufrieden (41 Prozent als „durchschnittlich und 30 Prozent als „attraktiv”). Immerhin bewerteten sogar 15 Prozent die Innenstadt als „sehr attraktiv”.

Die Ergebnisse der Untersuchung machen nach Ansicht der Junegn Union deutlich, dass Händler und Kunden in vielen Bereichen zwar gleiche Meinungen haben, bezüglich der Parkplatzfrage jedoch ganz unterschiedlicher Auffassung sind. Bei den Haupteinkaufszeiten kommt es ebenfalls zu unterschiedlichen Bewertungen.

Die Stadt Erkelenz hat allerdings schon auf einige Wünsche der Kunden und Händler reagiert. Durch mehrere Baumaßnahmen und die Verlagerung des Busverkehrs aus der Kölner Straße soll zukünftig auch der obere Bereich der Kölner Straße attraktiver werden. Ein zusätzliches Parkhaus auf der Aachener Straße soll das Parkplatzproblem beseitigen. Die Junge Union stellt in ihrer Umfrage klar heraus, dass sie mit der Umfrage kein „Patentrezept” liefern möchte, sondern lediglich einen Diskussionsbeitrag leistenwill. Damit sollen neue Denkanstöße in Bewegung gesetzt werden.