Erkelenz sucht Paten fürs städtische Grün

Erkelenz sucht Paten fürs städtische Grün

Gerderath (an-o) - Die Straßen- und Kanalarbeiten in und um Gerderath verlaufen nach Plan. Darüber hinaus werden Bürger gesucht, die aktive Patenschaften für die Grünflächen an ihren Straßen übernehmen.

Den Verlauf der notwendigen Straßen- und Kanalsanierungen in Gerderath erläuterte Oliver Knaup vom Tiefbauamt in der Sitzung des Gerderather Bezirksausschusses. Die zu beseitigenden Mängel seien nicht allein auf Bergschäden zurückzuführen, wie Knaup ausführte. Denn auch die Kanäle wiesen bautechnische Mängel auf, die den heutigen Bestimmungen nicht mehr entsprächen.

Da im Erkelenzer Stadtgebiet viele Bachläufe entspringen, unterliegt die Kommune strengeren Abwasserschutzbestimmungen. Ein Wasseraustritt bei starkem Regen sei "aus ökologischen Gründen nicht hinzunehmen". Einen besonderen "Problempunkt" stelle der Kanal unter der Friedensstraße dar. Ebenso der Barbararing, die Spartastraße und der Eschenweg seien noch in diesem Jahr für die Sanierung vorgesehen. Hier seien keine Anliegergebühren geplant, wie Knaup auf Nachfrage seitens des Vorsitzenden Leo Schmitz hervorhob. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sei die gesamte Bergmannssiedlung saniert.

Ab 2020 keine Bestattungen mehr auf derm Gerderather Friedhof

Der Eschweiler Bergwerksverein (EBV) beteiligt sich aufgrund nachgewiesener Bergschäden mit rund 70 Prozent an den Kosten. Ob es in Zukunft zu weiteren Bergschäden kommen werde, konnte auch Knaup nicht beantworten.

Ein weiteres Thema war der Gerderather Friedhof, der im Jahre 2050 geschlossen werden soll. Hier seien die bestehenden Mindestnutzungsrechte der Grabeigentümer zu beachten. Dementsprechend seien ab 2020 keine Bestattungen mehr zu genehmigen.

Sparzwang

Leo Schmitz verwies auf eine Anregung des Bürgermeisters, wonach aktive Patenschaften für innerörtliche Straßenrandbegrünungen an die Anwohner vergeben werden sollten. Dies sei aufgrund des kommunalen Sparzwanges notwendig. Interessenten könnten sich bei der Stadt melden.

Ebenfalls aus Kostengründen hat der Landschaftsverband Rheinland die beantragte Verbreiterung des Radweges sowie eine zusätzliche Straßenlampe Höhe Wolfskaul in Richtung "Norma" abgelehnt. Diese Kosten müsste die Stadt alleine tragen, und das sei zurzeit ebenfalls "nicht drin".