Erkelenz: Erkelenz bleibt Stadt der Baustellen

Erkelenz : Erkelenz bleibt Stadt der Baustellen

Als „ewige Baustelle”werden die Planer die Umgestaltung der Erkelenzer Innenstadt sicherlich nicht bezeichnen, aber sie stimmen zu, dass es auch im nächsten Jahr viel zu bauen gibt in der Innenstadt.

Zunächst muss der begonnene Erweiterungsbau der Rathaustraktes entlang der Schülergasse fertiggestellt werden. Im Sommer soll es soweit sein. Aber nicht nur die Verwaltungsgebäude einschließlich des angegliederten Archivs werden die Blicke der Rathaus-Mitarbeiter auf sich ziehen.

Auch die im Bau- und Werkausschuss beschlossene Umgestaltung des Rathausinnenhofs wird sie und die Bürger interessieren. Durch die räumliche Konzentration der Verwaltung werden mehr Stellplätze benötigt.

Insgesamt 25 Abstellmöglichkeiten für Pkw wird es geben, die mit einem Rasenpflaster versehen sind, so dass das natürliche Grün durchwachsen kann. Außerdem wird es einen öffentlichen Durchgang von der Schülergasse zur Gasthofstraße geben.

Weiterhin wird sich der umgestalteten Innenhof zum Garten von Haus Spieß öffnen, Hier allerdings wird die Stadt Sorge dafür tragen, dass nachts niemand unbefugt durch den Garten läuft. Blickfang des umgestalteten Geländes könnte ein Brunnen oder ein Kunstwerk zwischen Innenhof und Garten sein. Die Kosten für die Innenhofgestaltung beziffert die Verwaltung auf rund 130.000 Euro.

Erheblich mehr werden die Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofs kosten. Der Konrad-Adenauer-Platz und seine Umgebung werden nach dem Umbau der Kölner Straße in Angriff genommen. Kölner Straße und Bahnhofsbereich sind als eine Einheit mit zwei Bauabschnitten bei der Planung betrachtet worden. Zwölf bis 15 Monaten soll die Bauzeit betragen, frühester Baubeginn ist der Mai 2005.

Beginnen wird der großräumige Umbau mit der Sanierung des Beton-Kanals an der Anton-Raky-Allee. Anschließend wird der Großteil des Busverkehrs am Bahnhof auf die Fläche der ehemaligen Einmündung der Kölner Straße verlagert. Dadurch wird der Abriss der Gebäude am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) der anschließende Bau eines neuen ZOB in kleinerer Form ermöglich.

Insgesamt sechs Haltestellen soll es dann an einer zirka 50 Meter langen Mittelinsel geben. Wenn die Busse wieder zum ZOB geführt werden können, kann der Aus- und Umbau der Straßenanlagen beginnen.

Ganz ohne einen Kreisverkehr geht es dabei nicht. In Höhe des Freiheitsplatzes an der neuen Einmündung der Kölner Straße vor dem Amtsgericht wird ein Minikreisverkehr errichtet.

In Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme steht auch eine andere, die schwerpunktmäßig 2006 und 2007 fortgeführt: die Kanal- und Straßenerneuerung der Wilhelmstraße. Dafür werden rund 2,1 Millionen Euro fällig.

Da im Bereich des Freiheitsplatzes ein Rückhaltebecken erforderlich wird, wird bis Mai 2005 dort gebuddelt, um nicht später, nach dem Umbau des Platzes, dort den Fahrbahnbereich wieder aufreißen zu müssen.

Aber nicht nur die Stadt Erkelenz investiert kräftig in die Umgestaltung der Innenstadt. Auch private Investoren stehen in den Startlöchern.