Erkelenz: Entwicklungskonzept zählt Möglichkeiten auf

Erkelenz : Entwicklungskonzept zählt Möglichkeiten auf

Das Entwicklungskonzept für den Einzelhandel der Stadt Erkelenz, das in den Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung und des Hauptausschusses ein Thema war, enthält nicht nur Anregungen zu den Planungsmöglichkeiten der Stadt.

Wie berichtet beschreitet die Stadt nach Ansicht der Planer den richtigen Weg. Dazu gehört auch die Festsetzung von Sortimentsbereichen, die im Rahmen einer Negativ-Liste nicht in den Sondergebieten auf der so genannten „Grünen Wiese” zugelassen werden sollten.

Diese Sortimente gehören in den Kernbereich, so die Planer. Dazu gehören unter anderem Bücher, Schuhe, Uhren und Schmuck. Das von Projektleiter Dr. Rainer Kummer und Gregor Peter vorgestellte Konzept gibt auch dem innerstädtischen Einzelhandel einige Empfehlungen an die Hand.

Es bestehen einige Defizite, so die Planer, die sie bei den Untersuchungen festgestellt haben, sie stellen jedoch niemanden an den Pranger sondern geben allgemeine, für Erkelenz gültige Anhaltspunkte, durch die das Einkaufserlebnis in der Innenstadt verwirklicht werden kann.

So sollte die eigene Sortimentspolitik einer regelmäßigen kritischen Überprüfung unterzogen werden. Auch könne bisweilen an der Fassadengestaltung gearbeitet werden. Als ein spezifisches Problem seien in Erkelenz „die zum Teil überdimensionierten Werbeanlagen zu sehen”.

Ausführlich beschäftigt sich das Planungsteam mit den Öffnungszeiten: „Insbesondere haben in Erkelenz über die Mittagsstunden zahlreiche Geschäfte geschlossen und auch abends haben die Betriebe nur in einzelnen Fällen länger als 18.30 Uhr geöffnet.”

So reiche das „Zeitfenster” der Mittagspause von etwa 12 bis 14.30 Uhr, was bedeutet, dass für den Kunden über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden grundsätzlich Unsicherheit darüber besteht, welche Geschäfte geöffnet oder geschlossen sind.

Gerade diese Mittagspausen seien für die Geschäfte in der Innenstadt ein deutlichen Wettbewerbsnachteile gegenüber den großflächigen Anbietern außerhalb des Versorgungskerns. Der größte Einzelhandelsbetrieb in der Fußgängerzone könnte „sicherlich eine Vorreiterrolle übernehmen”, raten die Planer.

Viele Verbesserungsmaßnahmen würden gewissermaßen maßen unterlaufen werden, wenn im Bereich der Öffnungszeiten keine Fortschritte erzielt würden.

„Um der lokalen Situation in Erkelenz, die durch einen relativ hohen Anteil inhabergeführter Geschäfte mit zumeist begrenzter Personalausstattung geprägt ist, gerecht zu werden”, empfehlen die Planer, nicht auf einen „permanent” von morgens und abends durchgängigen Geschäftsbereich, sondern auf die Einhaltung bestimmter Kernzeiten hinzuwirken.

Diese könnte darin bestehen, dass an den Wochentagen in jedem Fall von 9 bis 13 und ab 15 bis 18.30 Uhr geöffnet und auch samstags eine einheitliche Zeit, etwa bis 16 Uhr, gefunden wird.