Kreis Heinsberg: „Energetische Schwächen” von Häusern entdecken

Kreis Heinsberg : „Energetische Schwächen” von Häusern entdecken

Wer angesichts gestiegener Energiekosten sein Haus zum Energiesparhaus machen will, sollte sich zunächst einmal über die „energetischen Schwächen” des Gebäudes klar werden. Für 25 beziehungsweise 48 Euro bietet das Land dazu zwei Beratungsinstrumente.

„Wände, Decken und Dach neu dämmen, Thermostatventile einsetzen, Kessel und Pumpen erneuern: Bringt das überhaupt etwas?" Dies fragen sich viele Hausbesitzer aus Kreis Heinsberg angesichts der stark gestiegenen Heizkosten. „Das kann man nicht generell sagen, sondern muss bei jedem Hausindividuell überprüft werden”, erklärt dazu Dirk Mobers von der Energieagentur NRW.

Die Möglichkeit dazu geben gleich zwei Checks, die im Rahmen der Gemeinschaftsaktion Gebäudesanierung NRW „Mein Haus spart” durchgeführt und von der Energieagentur NRW koordiniert werden.

Beim Gebäude-Check Energie überprüfen Handwerker, bei der Startberatung Energie Architekten und Ingenieure Wohnhäuser auf energetische Schwachstellen. Zulässig sind Gebäude, die vor 1981 gebaut wurden und über nicht mehr als sechs Wohneinheiten verfügen. Auch für den Kreis Heinsberg stehen Handwerker, Architekten und Ingenieure als Ansprechpartner bereit. Informationen gibt es bei der Info-Hotline 01803/190000 (9 Cent/Minute aus dem Festnetz) von montags bis freitags, jeweils von 8 bis 18Uhr, und auf http://www.mein-haus-spart.de im Internet.

Bei beiden Checks handelt es sich um eine neutrale Gebäudeinitialberatung ohne Verpflichtung, anschließend Energiesparmaßnahmen durchzuführen. Die etwa einstündigen Beratungen werden vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW mit jeweils 52 Euro gefördert. Die Hauseigentümer bezahlen für den Gebäude-Check 25 Euro und für die Startberatung 48 Euro.

Es werden in einem standardisierten Erhebungsverfahren die für eine Bewertung der energetischen Situation wichtigen Gebäudedaten erfasst. Daneben werden Verbrauchsdaten aufgenommen, der Zustand von Heizung, Regelung, Pumpen und Verteilleitungen, die Warmwasserbereitung sowie die Dämmung von Wänden, Dach, Boden und Fenstern systematisch geprüft und bewertet. Auf dieser Basis wird ein Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen für Energiesparmaßnahmen und ihren Einspareffekten sowie eine grobe Kostenübersicht erstellt.