Kreis Heinsberg: Ende der Raupenplage in Sicht

Kreis Heinsberg : Ende der Raupenplage in Sicht

Nach einer Verschärfung der Raupenplage im Selfkant rechnet die Grenzgemeinde mit einem Abklingen in den nächsten zwei Wochen. Dann setze die Verpuppung und die letzte Entwicklung zum Falter ein.

„Es sieht so aus, als wenn wir das Schlimmste überstanden haben”, sagte Bürgermeister Herbert Corsten am Donnerstag. Der gesundheitsschädliche Raupenprozessionsspinner sei mittlerweile in allen Dörfern verbreitet. Täglich würden die Tiere an den Bäumen abgeflämmt.

Die Raupenhaare können beim Menschen zu allergischen Reaktionen führen. Die von der Massenvermehrung der Raupe besonders betroffene belgische Nachbargemeinde Maaseik befürchtet Umsatzeinbußen im Tourismus. „Vor allem Kinder- und Jugendgruppen, die zum Zelten kommen wollen, fragen vorher nach”, sagte die Mitarbeiterin des Umweltamtes Edith Stevens. Wanderer und Radfahrer würden vor den Raupen gewarnt.

Seit Anfang des Monats seien 40 Helfer auch von Feuerwehr und Militär im Kampf gegen die Raupe im Einsatz. In der Gemeinde sei die Massenvermehrung seit sieben Jahren zu beobachten. Aber in diesem Jahr sei die Situation extrem gewesen. Maaseik und auch Selfkant wollen darüber nachdenken, wie sie im nächsten Jahr der Entwicklung frühzeitig vorbeugen können.

Die Härchen der Raupen, die durch Wind 200 Meter weit getragen werden können, enthalten ein lösliches Eiweiß, das histaminähnlich ist und beim Menschen Allergien auslösen kann. Dabei kann es zu Hautreizungen und zu Atembeschwerden kommen.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein grauer Falter, der Wärme bevorzugt. Die Raupen schlüpfen Ende April bis Anfang Mai aus den Eiern, die sich ausschließlich auf Eichen befinden.