Kreis Heinsberg: Empfang der Tollitäten: Gänsehautmomente und ein Überraschungsgast

Kreis Heinsberg : Empfang der Tollitäten: Gänsehautmomente und ein Überraschungsgast

Abfeiern, und das am Samstagvormittag, und das vor dem Finale der fünften Jahreszeit: Das war die klare Ansage beim inzwischen vierten närrischen Empfang des Kreises Heinsberg und der Kreissparkasse Heinsberg.

Da die vom Kreis vor vier Jahren ins Leben gerufene Veranstaltung auch nach Wunsch von Landrat Stephan Pusch durch alle zehn Kommunen ziehen soll, war in diesem Jahr Geilenkirchen an der Reihe. Dort fand sich mit der Bürgerhalle Würm mitten im Ort eine perfekte Lokalität.

 Die Roten Funken aus Würm machten auch mit ihrem Nachwuchs beim Tollitätenempfang so richtig Spaß auf der großen Bühne. Fotos (5): Markus Bienwald
Die Roten Funken aus Würm machten auch mit ihrem Nachwuchs beim Tollitätenempfang so richtig Spaß auf der großen Bühne. Fotos (5): Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald

Petra Büschgens vom Kreis Heinsberg und ihr Team sowie die ehrenamtlichen Helfer vom Komitee Geilenkirchener Karnevalsgesellschaften hatten mit viel Vorarbeit und bester Planung die ideale Narrhalla zum Empfang der Tollitäten bereitet. Norbert Hermanns von der Karnevalsgesellschaft Lott se loope Immenwauweiler hatte als Moderator mindestens ebenso viel Spaß wie die Offiziellen mit Landrat Pusch und Sparkassenvorstand Thomas Giessing an der Spitze.

 „Chefarzt“ und Sparkassenvorstand Thomas Giessing (l.) präsentierte mit „Troll“ und Landrat Stephan Pusch den Orden.
„Chefarzt“ und Sparkassenvorstand Thomas Giessing (l.) präsentierte mit „Troll“ und Landrat Stephan Pusch den Orden. Foto: Markus Bienwald

Voll war es ohnehin, denn rund 250 Besucher machten aus dem Vormittag ein gut viereinhalbstündiges Happening, das auch stimmungsmäßig Seinesgleichen suchen dürfte. Neben den rund 200 zu verteilenden Orden an alle närrischen Herrscher — ob Einzelprinz wie bei Thomas I. (de Jong) aus Übach-Palenberg, Prinzenpaar, Dreigestirn, oder diamantenem Prinzenpaar wie bei Paul und Anneliese Maibaum aus Immenwauweiler — gab es ein pralles Programm, in dem es Schlag auf Schlag ging.

 Hastenraths Will kam auf Einladung von Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz zu seiner Redezeit.
Hastenraths Will kam auf Einladung von Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz zu seiner Redezeit.

„Heute geht hier alles ohne Gage und Geld“, gab Stephan Pusch den Gästen noch mit auf den Weg, so durfte die Programmschau auch ein wenig als Schaufenster zur Werbung für die KGs und für die auftretenden Künstler verstanden werden. Einer hatte das nicht unbedingt nötig und stand eigentlich auch gar nicht auf dem offiziellen Programmablauf: Hastenraths Will. Er wurde nämlich vom gastgebenden Bürgermeister Georg Schmitz eingeladen, löste diesen nach seinen Begrüßungsworten mit einer launischen und perfekt ans Tagesgeschehen angepassten Rede ab.

Will nahm nicht nur die Ernährungsgewohnheiten manches Zeitgenossen auf die Schippe, er widmete sich auch politischen Dingen. „Uns in Deutschland ging es doch noch nie so gut, wie seit dem Moment, wo wir nicht mehr regiert wurden“, flachste er. Der Überraschungsgast machte im Publikum sogar noch einen Doppelgänger aus: Denn Dr. Richard Nouvertné von der Kreissparkasse hatte sich in den gleichen Look wie der selbsternannte „scharismatische“ Landwirt gepellt.

Mit viel Musik vom Band, aber auch live gespielt — beispielsweise von der Gruppe Rabatz — ging es rasant weiter, ehe am Ende die eigens mit Geilenkirchens Wahrzeichen, der Burg Trips versehenen Kreisorden vergeben wurden. So zeigte Tanzmariechen Laura Beemelmanns vom Hatterather Karnevalsverein De Schanzeremmele ihr Können, das Tanzpaar Marie und Kevin vom Würmer Wenk und die Prinzengarde aus Immenwauweiler waren echte Perlen im Programm. Schwungvoll und mit ausgefeilter Choreographie traten auch die Mädels und der Mann der Gruppe Limited Edition der Karnevalsfreunde Süggerather Spätlese und auch Tanzmariechen Darline vom Internationalen Karnevalsverein Teveren an.

Mit brillanter Musik und Gänsehautmomenten spielten sich auch die Roten Funken Würm in Kombination mit Heinz Jungbluth und Marion Neumann in ihren original schottischen Roben mitsamt Dudelsack in die Herzen der Gäste. Und mit Alfred Wings, der als „Der Lange“ die Kunst der in Reimform perfektionierten Büttenrede erleben ließ, schloss sich ein karnevalistischer Reigen, der auch den Beifall von Präsident Hans-Josef Bülles vom Verbandes der Karnevalsgesellschaften Aachener Grenzlandkreise fand.

(mabie)