Erkelenz-Bellinghoven: Emotionen in Bellinghoven kochen hoch

Erkelenz-Bellinghoven : Emotionen in Bellinghoven kochen hoch

. Die gerade mal 350 Einwohner des Erkelenzer Stadtteils mit dörflichem Charakter sind in Aufruhr. Seit 1951 besteht dort am Rande der Bebauung ein Übergangsheim, in dem zeitweise über 100 Asylbewohner eine Unterkunft fanden und wo nicht selten die Polizei einschreiten musste.

Jetzt stehen die 16 Wohneinheiten mit je zwei Zimmern in den drei Häuserblocks fast leer, sind herunter gekommen und eigentlich unbewohnbar. Sie sollen aber nach den Plänen der überwiegenden Ratsvertreter theoretisch neben den Wohnungen in Oerath mit 78 Personen für 128 Menschen als Ersatz für eventuell aufzunehmende Aussiedler dienen, um die bisherige Bindung der Bauxhofbelegung abzulösen.

Dort sollen von den 21 Blocks lediglich fünf erhalten und zum sozialen Wohnungsbau umgewidmet, der Rest im Laufe der nächsten Jahre abgerissen werden. Nun gab es eine Versammlung im Schwanenhof, zu der sich nicht nur an die 70 emotionsgeladene Einwohner von Bellinghoven, sondern auch Ratsvertreter mehrerer Parteien eingefunden hatten.

„40 Jahre sind genug” war eine der kategorischen Forderungen der Bellinghovener, eine andere „Weg mit den Dingern, abreißen und Bewohner nach Neuhaus.” Bürgermeister Peter Jansen versuchte zwei Stunden lang zusammen mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Steingießer vergeblich, die Beschlussvorlage für die Sitzung des Hauptausschusses am 13. Dezember in sachliche Bahnen zu bringen