Heinsberg: Elternbeitrag je nach Betreuung und Einkommen

Heinsberg : Elternbeitrag je nach Betreuung und Einkommen

Die Verabschiedung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zieht auch in Heinsberg eine Veränderung der Elternbeiträge für die Inanspruchnahme von Tageseinrichtungen für Kinder und Tagespflege für Kinder nach sich.

Gruppenstrukturen und Betreuungszeiten ändern sich, wie Rechtsdirektor Hans-Walter Schönleber in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses erläuterte. Im Gegensatz zum bislang gültigen Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder in Nordrhein-Westfalen (GTK) müssten nun die Betreuungszeiten der Kinder für die Berechnung der Elternbeiträge berücksichtigt werden.

War die Betreuung bislang bis zu einem Jahreseinkommen der Eltern von 12.271 Euro kostenlos, so sei diese Grenze erfreulicherweise auf 15.000 Euro angehoben worden. Den gestiegenen Lebenshaltungskosten sei damit Rechnung getragen worden. Endete bislang die Beitragsbemessungsgrenze bei 61.355 Euro Jahreseinkommen, was zu einem Betrag von 151,34 Euro führte, so wird jetzt noch die Stufe bis 73.626 Euro und 85897 Euro eingeführt, was in der Spitze zu einem Elternbeitrag von 211 Euro führt.

Wer sein Kind (ab zwei Jahren) nicht mehr als 25 Stunden wöchentlich betreuen lasse und den alten Gehaltsstufen unterliege, für den ändere sich betraglich nur etwas im Centbreich. Gleiches gilt für eine Betreuung von 45 Stunden pro Woche. Denn dies entspreche der alten Tagesstättenregelung. Zwischen 15.000 und 24.542 Euro Jahreseinkommen liegt der Betrag hier bei 42 Euro. Der Spitzensatz beträgt 330 Euro.

Zwischen 25 und 35 Betreuungsstunden kommt es nur zu einer moderaten Beitragserhöhung, was von den Fraktionen im Jugendhilfeausschuss ausdrücklich begrüßt wurde. Der untere Wert beträgt 30 Euro (bei 25 Std 26 Euro), der Spitzenwert 243 Euro (bei 25 Std 211 Euro).

Für die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren beginnt der Elternbeitrag in der unteren Einkommensklasse bei 38 Euro und 25 Stunden und endet bei 439 Euro und 45 Stunden in der oberen Einkommensklasse. Der größere Betreuungsaufwand mache auch höhere Kostenbeiträge erforderlich, so Schönleber.