Kreis Heinsberg: Elke Wirtz setzt sich gegen Andreas Rademachers durch

Kreis Heinsberg : Elke Wirtz setzt sich gegen Andreas Rademachers durch

Unter der Versammlungsleitung von Petra Müller (MdB) wählte die Kreisversammlung der FDP in Wassenberg Elke Wirtz aus Erkelenz zur FDP-Kandidatin im Wahlkreis Heinsberg bei der nächsten Bundestagswahl.

Sie setzte sich bei einer Stichwahl gegen den FDP-Kreisvorsitzende Andreas Rademachers durch. Vor der Abstimmung hatte Rademachers in seiner Rede selbstkritisch einen Rückblick auf die Arbeit der FDP im Bundestag vorgenommen und dabei eingestanden, dass Fehler in der Regierungsarbeit gemacht worden seien.

Allerdings habe die FDP in ihrer Regierungsverantwortung die geringste Arbeitslosenquote seit der Wende bewirkt. Ebenso seien Erfolge in der Familienpolitik wie auch in der Bildungspolitik durch die liberale Realpolitik zu verzeichnen. Auch in der Zukunft müssten die Liberalen vor Ort eine starke FDP sein. Er gehe weiterhin gerne den nächsten Bundestagswahlkampf mit liberalen Themen an, die das Land nachhaltig verändern werden.

Die 27 Wahlberechtigten unterbreiteten dann ihre Wahlvorschläge. Der Vorschlag des Kreisvorstandes und der Kreistagsfraktion, der nach Aussage des Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Stefan Lenzen zuvor einstimmig beschlossen worden war, lautete Andreas Rademachers. Aus dem Ortsverband Erkelenz wurde die Gegenkandidatin Elke Wirtz vorgeschlagen.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs war mit 13 zu 13 Stimmen bei einer Enthaltung ein Patt. Im zweiten Wahlgang erfolgte dann die unangenehme Überraschung für Rademachers: Elke Wirtz wurde mit 15 zu zwölf Stimmen zur Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Heinsberg bei der nächsten Bundestagswahl gewählt.

Sie nahm die Wahl an, bei ihrer Vorstellung hatte sie sich als Querdenkerin und teamorientiert mit den Arbeitsschwerpunkten Internetausbau und Datenschutz und Unterstützung der Politik zur Erhaltung des jetzigen Europas positioniert.

In ihrer abschließenden Rede betonte Petra Müller, dass es ihr immer um aktive Hilfe und Unterstützung vor Ort gehen. Vor allem sei wichtig, was für die Region und die Bürger vor Ort herauskomme. Als Ergebnis ihrer Arbeit listete sie auch die Angliederung der Stadt Heinsberg an die Zugstrecke Aachen - Düsseldorf auf. Den Straßenausbau voran zu treiben wie etwa der Anschluss der A2 an die Niederlande sei als Thema im Wahlkampf zu besetzen. Damit die Region, die von der Braunkohle lebe, nicht bei der Energiewende vergessen werde, das wisse die FDP zu verhindern. Bei den Sanierungen in den Gebäudebereichen solle der freiwillige Anreiz im Vordergrund bestehen bleiben. Eine Zwangssanierung wird die FDP weiterhin verhindern. Die Haushaltkonsolidierung sei der richtige Weg für Europa. Dabei gelte, das europäische Haus nicht zu riskieren, um die Garage zu retten. Regelverstöße seien deshalb nicht hinnehmbar.

Damit dies auch 2014 gelinge, sei die von Elke Wirtz angesprochene Teamarbeit vor Ort notwendig. Dies am Ende zu betonen, vergaß auch der unterlegene Andreas Rademachers nicht bei der Verabschiedung zum Ende der Kreiswahlversammlung.