Kreis Düren: Elektromobilität im Kreis Düren macht derzeit Schlagzeilen

Kreis Düren : Elektromobilität im Kreis Düren macht derzeit Schlagzeilen

200 neue Arbeitsplätze in Düren, womöglich 2000 in Aachen. In diesen Tagen häufen sich die Meldungen, wonach die Elektromobilität in der Region einen ordentlichen Aufschwung nimmt. Der Streetscooter wird ab Frühjahr 2018 in Neapco-Hallen im Süden Dürens gebaut.

Und am Mittwoch kündigte der Elektromobil-Hersteller e.GO aus Aachen an, bis 2022 in vier Werken jährlich 100 000 Fahrzeuge vom Band rollen zu lassen. In diesen Zusammenhang passt ein Antrag der Dürener CDU, das Netz an Ladestationen für E-Autos in der Stadt auszubauen.

Fraktionschef Stefan Weschke denkt an E-Tanksäulen auf den großen Parkplätzen, aber auch in den Stadtteilen, etwa an der Festhalle Birkesdorf. Das Rathaus soll nun ermitteln, wie viele Ladestationen nötig sind und wie sie finanziert werden können. Ein Förderprogramm des Bundes stellt bis 2020 insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung, allerdings müssen die Kommunen einen Eigenanteil von 40 Prozent aufbringen.

Derzeit werden in Düren E-Stationen an sechs öffentlichen Tankstellen angeboten. Die Stadtwerke Düren betreiben drei Stationen, eine vor ihrem Verwaltungsgebäude, eine in der Wilhelmstraße und eine gegenüber dem Stadtcenter an einer hauseigenen Trafostation. Ladestationen finden sich ebenso am Lendersdorfer Krankenhaus und an der Kreisverwaltung. Zudem halten einige Unternehmen E-Stationen für den eigenen Bedarf vor.

141 Elektroautos angemeldet

„Wir wollen vorbereitet sein“, sagt CDU-Politiker Weschke. Nicht nur in Düren werden künftig Elektroautos gebaut, sondern auch andernorts, vor allem, wenn die deutsche Autoindustrie das Thema mehr als bisher besetzt. Derzeit sind die angemeldeten Elektrofahrzeuge im Kreis Düren noch überschaubar. Im Juli waren laut Straßenverkehrsamt 141 Elektroautos angemeldet, zwei Jahre zuvor waren es 59.

Bei den Hybridfahrzeugen, also den Wagen, die mit Strom oder Sprit betrieben werden können, kletterten die Anmeldungen von 304 im Jahr 2015 auf aktuell 477. Viel Luft nach oben also noch. Zum Vergleich: Insgesamt sind im Kreis Düren 238 000 Autos angemeldet.

Der Elektromarkt aber wird wachsen, wenn die Fahrzeuge günstiger werden und eine höhere Reichweite haben — und wenn das Netz an Ladestationen dichter ist. Dazu sollte das Rathaus übe eine Kooperation mit den Stadtwerken nachdenken, findet die CDU.

Hier geht es zur Bilderstrecke: e.Mobility Day: Die RWTH präsentiert den „e.GO Life“