Ophoven: Einmal im Jahr verlässt das Gnadenbild die Kirche

Ophoven : Einmal im Jahr verlässt das Gnadenbild die Kirche

Die Marienverehrung hat im Wallfahrtsort Ophoven eine besondere Tradition und Intensität.

Die Monate August bis Oktober sind neben dem Mai die Monate, in denen besonders viele Pilger die kleine Wallfahrtskirche aufsuchen. Einmal im Jahr, zur Marientracht, verlässt das Gnadenbild die Kirche, um in einem gläsernen Schrein auf den Schultern der Schützenoffiziere durch den Ort getragen zu werden.

Klare und offene Worte fand Domvikar Dr. Andreas Frick, Pfarrer an St. Foillan in Aachen und in der Berufungspastoral tätig, während der Predigt bei der anschließend im Pfarrgarten gefeierten heiligen Messe.

Er zog einen Vergleich mit dem Apostel Petrus, der in seiner Person Mut und Verrat vereinte und trotzdem als „Petrus, der Fels”, derjenige sei, vom dem alles ausgehe.

Die Haltung des Papstes mit seinem unbeugsamen Willen zur Pflichterfüllung trotz seines körperlichen Gebrechens sprach Frick ebenso an, wie die bedauerliche Erscheinung pädophiler Priester oder die so genannten entgleisten Feministinnen, die sich auf einem Schiff zu Priesterinnen „weihen” ließen.

Er appellierte in seiner Predigt an die Christen, ihre Liebe zum Glauben und auch zur Kirche zu bewahren, denn die Kirche werde auch in dieser schwierigen Zeit ihren Weg finden und gehen, so seine Überzeugung.

Mit ihm am Altar feierten der stellvertretende Dechant des Dekantes Wassenberg, Pfarrer i.R, Josef Heinrichs, und Pfarrer i.R. Willi Steinrath die Heilige Messe, die ihren musikalischen Rahmen durch die Kirchenchöre aus Ophoven und Birgelen sowie den Musikverein aus Birgelen erhielt.

Begleitet wurde das Gnadenbild der Muttergottes bei der Prozession außerdem von der amtierenden Ophovener Schützenkönigin und ihren Schützenschwestern. Am kommenden Sonntag werden die Pfarren aus Ratheim, Oberbruch, Grebben und Eschweiler in Ophoven erwartet.