Hückelhoven: Einigkeit bei der ersten Sitzung des Hückelhovener Stadtrats

Hückelhoven : Einigkeit bei der ersten Sitzung des Hückelhovener Stadtrats

Eine solche politische Bandbreite hat es im Hückelhovener Rathaus noch nie gegeben: Bei der ersten Sitzung des neuen Stadtrates nach der Kommunalwahl am 30. August reichte die Spannweite des politischen Spektrums von dem einen NPD-Stadtverordneten ganz rechts bis zu den beiden Vertretern der Linken.

Räumlich freilich sitzen die drei Vertreter in den kommenden fünf Jahren ziemlich dicht beieinander. Zwischen ihnen findet sich ein Vertreter der arg zusammengerupften Bürgerpartei, die beiden Stadtverordneten von Bündnis 90/Die Grünen, die beiden FDP-Ratsmitglieder sowie der Altliberale und neuerdings unter UWG auftretende Hans Fischer.

Sie alle finden sich auf dieser, vom Podium aus gesehen linken Seite des Sitzungssaales wieder, weil die Fraktion der Sozialdemokraten Platz gemacht hat: Zehn Mitglieder zählt sie noch. Die andere, rechte Seite des Saales, nimmt die CDU komplett für sich in Anspruch: 25 Stadtverordnete haben sich dort niedergelassen.

Fünf Fraktionen also - da durfte man sich auf so manches Geplänkel schon bei der ersten Sitzung, bei der es „nur” um die Besetzung der Ausschüsse, in denen die eigentliche auch politische Arbeit gemacht wird, ging, gefasst machen. Aber: Nichts dergleichen. Man hatte sich bereits im Vorfeld überparteilich besprochen und geeinigt.

Abstimmungsmarathon? Nein, alles sehr fix und alles einstimmig. Auch bei Tagesordnungspunkt fünf („Einführung und Verpflichtung der Ratsmitglieder durch den Bürgermeister”) hörte man überaus Ungewohntes in diesem Raum: Die Damen und Herren Stadtverordneten sprachen stehend sozusagen a capella nach, was der eben von Udo Lamberti, der an diesem Abend „das an Lebensjahren älteste in der Sitzung anwesende Ratsmitglied” war, zum neuen und alten Bürgermeister vereidigte Bernd Jansen ihnen vorgab: „nach bestem Wissen und Können zum Wohle der Stadt Hückelhoven”.

Zwar hatte man für den Amtskettenträger (eher aber wohl für dessen Ehefrau) einen Blumenstrauß parat - ansonsten aber grenzte Jansens Einführung in das Amt schon an Routine: Wenn nicht der, wer sonst? Jansen („Ich bin mit Leib und Seele Bürgermeister”) betonte, dass man in Hückelhoven „mit vielen Problemen anders umgeht als in manch anderer Stadt”.

Zwar fetze man sich auch hier im Rat bisweilen heftig, entscheidend sei aber, „dass bei uns die Diskussionen um wichtige Zukunftsfragen immer unter der Überschrift eines breiten Konsenses in der Sache steht”. Wobei sein Blick von rechts nach links wanderte.