Erkelenz: Eine Woche übernachten sie in der „Penne”

Erkelenz : Eine Woche übernachten sie in der „Penne”

Dribbeln, Pritschen, Schmettern: In den Erkelenzer Schulsporthallen herrscht in dieser Woche keine ferienbedingte Ruhe.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland schlafen und essen sogar freiwillig in der „Penne”, um sich ganz ihren Lieblingssportarten zu widmen.

Sie sind Teilnehmer am Hoop-Camp, zu dem der Stadtsportverband Erkelenz zusammen mit dem Verein Hoop-Camps geladen hat.

Heinz Musch, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, erklärt: „Wir wollen im Jahr unseres 30-jährigen Bestehens besonders den Breitensport fördern und meinen, das Hoop-Camp ist eine gute Möglichkeit neben verschiedenen anderen Angeboten.”

Der Verein Hoop-Camps bietet solche Sportveranstaltungen bereits seit 1985 an. Damals hießen sie noch Hessencamps, waren auf die Landesgrenzen und auf die Sportart Basketball beschränkt. 1989 kamen Volleyball-Camps dazu, 1999 komplettierte der Verein sein Angebot mit Handball.

Zu Jahresbeginn verteilt der Verein seinen Prospekt mit den Angeboten bundesweit. Auch im Internet ist er unter http://www.hoop-camps.de vertreten. Die Schüler der betreffenden Altersstufen können sich bewerben. Nur wenige Camps setzen besondere sportliche Maßstäbe voraus. Beim Basic-Camp in Erkelenz kann jeder, der Freude an einer der drei Sportarten hat, teilnehmen.

Trainer aus der ersten Liga

Der Verein setzt aber nicht nur auf verschiedene Sportarten, sondern auch auf qualifizierte Trainer: In Erkelenz hält in dieser Woche Volleyball-Trainer Sven Dombrowski den Nachwuchs auf Trab.

Er war bereits Landestrainer von Rheinland-Pfalz und trainiert im Moment in Düren eine Mannschaft der Bundesliga. Den Handballern bringt Rolf König neue Kniffe bei. König ist hessischer Landestrainer. Und den Basketballern steht Eli Saou aus Wuppertal zur Seite.

Auf die zwölf- bis 18-jährigen Sportfans wartet daher kein locker-flockiges Beisammensein, sondern harte Arbeit: Geweckt werden sie früh um sieben.

Nach dem Frühstück beginnt das erste Pensum des Tages: Stationstraining. Hier geht es darum, einzelne Techniken zu erlernen und zu verfeinern.

Mittag- und Abendessen trennen die drei verschiedenen Trainingseinheiten, in denen sich die Handballer, die Volleyballer und die Basketballer auch schon mal mischen. Und um 22.30 Uhr heißt die Devise: Licht aus!

Der Camp-Spirit gehört dazu

Aber Sven Dombrowski hat keine Sorge, dass für die Nachwuchs-Sportler die Nächte zu Tagen werden: „Die werden von dem echt anstrengenden Programm so geschlaucht sein, dass da nicht mehr viel zu erwarten ist.”

Er ist begeistert von den Möglichkeiten in den Erkelenzer Sporthallen: „Wir haben hier eine Vierfach-, eine Dreifach- und eine Einfachhalle zur Verfügung. Solche Bedingungen sind für uns einfach optimal.”

Für ihn ist es selbstverständlich, dass auch die Schüler aus der näheren Umgebung - darunter sind allerdings nur wenige - in den Schulgebäuden übernachten: „Dieser Camp-Spirit gehört bei uns einfach mit dazu. Dann macht das ganze auch erst richtig Spaß.”