Hückelhoven: Eine neue Brücke über die Rur

Hückelhoven : Eine neue Brücke über die Rur

Der Bau- und Umweltausschuss hat beschlossen, die Fußgängerbrücke über die Rur bei Doveren nicht mehr instand zu setzen, da laut Verwaltung der finanzielle Aufwand dafür zu hoch sei.

Eine dauerhaft tragfähige Wiederherstellung des 36 Tonnen schweren Bauwerkes sei durchaus möglich. Die Kosten einer solchen Reparatur wurden jedoch mit rund 150.000 Euro beziffert.

Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung bereits Angebote für die Erstellung einer neuen Brücke eingeholt. Dabei wurden Varianten in Holz, Stahlbeton, Glasfaser und Aluminium eingeholt, wie der Technische Beigeordnete Dr. Achim Ortmanns erklärte. Insgesamt seien neun Angebote eingegangen, die von 120.000 bis 250.000 Euro reichen.

Die Angebote beziehen sich auf eine zwei Meter breite Brückenvariante. Die alte Brücke war nur 1,50 Meter breit. Bei den eingebrachten Angeboten scheidet Stahlbeton aufgrund eines Gewichtes von bis zu 150 Tonnen aus, so Ortmanns. Die hölzerne Variante hat aufgrund einer Lebensdauer von 40 gegenüber 75 Jahren bei den anderen Angeboten einen entscheidenden Nachteil.

Eine Stahlbetonbrücke sei jedoch nach Ansicht des Grünen Dr. Hennig Herzberg zu „klotzig” und passe sich nicht der Landschaft an. Deshalb plädierte er für die Glasfaserbrücke, die mit rund 130.000 Euro auch noch kostengünstig sei.

Eher scherzhaft war der Vorschlag von Willi Spichartz zu verstehen, nach dem man die Hilfarther Korbmacher beauftragen könne, eine Brücke zu flechten, was sicherlich preiswerter sei. Der Ausschuss empfahl dem Rat einstimmig, den Neubau der Brücke in den Haushalt für das kommende Jahr mit einzubringen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, den Neubau in verschiedenen Varianten und Ausführungen auszuschreiben und Angebote einzuholen.