Erkelenz: Eine erhebliche Investition in die Zukunft

Erkelenz : Eine erhebliche Investition in die Zukunft

„Die Stadt Erkelenz hat damals die Gunst der Stunde erkannt”, sagte Franz Palmen, Sprecher der Bezirksregierung Köln am Donnerstag anerkennend bei seinem Besuch in Erkelenz.

Er kam stellvertretend für Regierungspräsident Jürgen Roters aus Köln, um die feierlichen Einweihung des Erweiterungsbaus des Cusanus-Gymnasiums um 16 Klassenräume vorzunehmen.

Mit seiner Bemerkung spielte Palmen darauf an, dass das Gymnasium und die Stadt Erkelenz einen der letzten Einzelzuschüsse des Landes für Bauprojekte erhalten hatten. Nunmehr werde es nur noch Pauschalbeträge geben.

Raumnot sei eine Vokabel gewesen, die das Cusanus lange Zeitbegleitet habe, sinnierte er. Davon konnte auch Schulleiter Michael Bierbach ein Lied singen.

„Wie in all den Jahren, in denen die Schule immer zu klein war für die stetig steigenden Schülerzahlen, meldete der Schulentwicklungsplan auf der Basis von 1800 Schülern 1992 den dringenden Bedarf von 22 Klassenräumen”, erinnerte er sich Bierbach zurück.

Nach zwölf Jahren geduldigen Wartens und Ausharrens etwa in Leihräumen des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, in ausgebauten Kellerräumen und in umfunktionierten Fachräumen sowie „den zählebigen, wenn auch im Lauf der Jahre immer eindringlicher duftenden Barrackenräumen mit rastlos wandernden Oberstufenkursen, die mitunter selbst Unterricht auf Unterstufenstühlchen klaglos ertrugen, erlaubte schließlich die finanzielle Lage der Stadt doch die konkrete Planung eines Anbaues.”

Sparmaßnahmenbedingt sei dieser Plan zwar gegenüber dem Erstentwurf um das Kellergeschoss auf 16 Klassenräume verkleinert worden, doch wurden im vergangenen Jahr mit einem Bau begonnen, der architektonisch und richtungsmäßig vorbildlich sei.

Darauf dürften den Stadt, Architekturteam und Schule in gleicher Weise stolz sein, so Bierbach zu dem Erweiterungsbau.

Modernste Technik

Die neuen Räume seien mit modernster Technik und Möblierung ausgerichtet und würden alles für einen aktuellen und motivierenden Unterricht bieten.

„Meine Kolleginnen und Kollegen werden sich bemühen, dieses Angebot pädagogisch sinnvoll zu nutzen”, meinte Bierbach und griff damit Palmens Appell auf: „Hier wurde in die Zukunft investiert. Ich hoffe, dass sich diese Investition spürbar auszahlen wird.”

Immerhin hatte die Bezirksregierung Köln bereits Anfang September 2001 für die Erweiterung des Cusanus-Gymnasiums einen Zuschuss in Höhe von 1.336.520 Euro bewilligt.

Dem Cusanus-Gymnasium steht nunmehr eine zusätzliche Nutzfläche von rund 1429 Quadratmetern zur Verfügung.

Der dreigeschossige Erweiterungsbau kostete insgesamt 2.407.000 Euro, wovon der Eigenanteil der Stadt Erkelenz bei zirka 1.070.480 Euro lag.

Diese erhebliche Investition hat sich laut Bürgermeister Erwin Mathissen schon jetzt gelohnt: „Ich sage immer, wer in die Jugend investiert, dem gehört die Zukunft.”