Einbruchsserie in den drei Grenzgemeinden

Einbruchsserie in den drei Grenzgemeinden

Selfkant/Gangelt/Waldfeucht. 22 Hauseinbrüche in den Gemeinden Selfkant, Gangelt und Waldfeucht sollen auf das Konto eines kriminellen Duos gehen, das seit Dienstag in Aachen vor Gericht steht.

Den beiden 23 Jahre alten Niederländern wirft die Staatsanwaltschaft vor, zwischen dem 8. August und dem 19. September 2001 ihr Unwesen getrieben zu haben.

Meist hätten sie sich durch Aufhebeln der Terrassentüren Einlass in die Einfamilienhäuser verschafft. Hier sollen sie Bargeld, Schmuck, Uhren, Kleidungsstücke, Elektro- und Elektronikgeräte, Musikinstrumente sowie ein Auto entwendet haben.

In vier Fällen allerdings sei ihr Unterfangen gescheitert, und sie hätten ohne Beute die Flucht antreten müssen, so die Anklage.

Keine faire Aufteilung

Einer der beiden Angeklagten zeigte sich Dienstag zur Aussage bereit. So gab er vor Gericht zu, an sieben Taten beteiligt gewesen zu sein. Der Mitangeklagte habe ihn oft mit Drogen versorgt und ihn dann gedrängt, bei den Coups mitzumischen.

Doch habe der andere die Beute niemals fair aufgeteilt. „Ich bin von ihm benutzt worden”, sagte der Koch aus Sittard, der für die Mithilfe bei sieben Einbrüchen insgesamt allenfalls 750 Euro erhalten haben will.

Beide Männer gaben vor Gericht an, dass ihre enge Freundschaft mittlerweile der Vergangenheit angehöre. Einen Grund nannten sie nicht. Anzunehmen ist allerdings, dass die Tatsache, dass der eine den anderen im Verfahren schwer belastet, die Männer entzweit hat.

Mit dem Kopf geschüttelt

Anders als der erste Angeklagte machte der zweite keine Angaben zu den Taten, die ihm die Staatsanwaltschaft zur Last legt. Während des Teil-Geständnisses des anderen hatte er aber immer wieder mit dem Kopf geschüttelt, den anderen gar für verrückt erklärt.

Etwa als es hieß, er sei derjenige gewesen, der sich an den Tatorten ausgekannt und die Startschüsse zu den Einbrüchen gegeben habe.

Oder als es hieß, er sei immer zuerst in die Häuser eingestiegen und habe seinen „Handlanger” aus dem Auto herbeizitiert, wenn es darum ging, die Beute fortzuschaffen.

Für den Prozess gegen die beiden Niederländer, für die je eine Dolmetscherin engagiert wurde, sind 13 Verhandlungstage vorgesehen.