Erkelenz: Ein Signal zur Schonung der Umwelt

Erkelenz : Ein Signal zur Schonung der Umwelt

„Wir wollen mit dieser Photovoltaikanlage ein Zeichen setzen und damit ein Stück Schöpfungsveranstwortung übernehmen, betonte Pfarrer Günter Wild am Freitagmorgen.

Anlass war die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Altenwohnhauses der evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz.

Für die Zukunft sei es wichtig, in solche umweltschonende Anlagen zu investieren, die Energie liefern, ohne die Umwelt etwa durch Abgase zu schädigen, meinte er weiter. „Wir wollen damit ein Signal setzen, dass mit relativ wenig Aufwand so etwas machbar ist.”

Der Aufwand war wirklich nicht enorm. Im vergangenen Sommer, der allen Erkelenzern aufgrund der tropenähnlichen Temperaturen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte, wurde vom Presbyterium die Idee zu dieser Photovoltaikanlage geboren, hieß es bei der Inbetriebnahme. Schließlich wurde eine Fachfirma mit dem Bau der Anlage beaufragt.

Satte 36 Module der neusten, derzeit Verfügbaren Technologie zieren nun das Dach des Altenwohnhauses in Erkelenz an der Burgstraße. „Es handelt sich um eine 3,9 KW große Anlage, mit der wir Strom aus Licht gewinnen und ins Netz der Firma West Energie und Verkehr speisen”, informierte Wild. Die Kirchengemeinde, die einen Abnahmevertrag mit West Energie und Verkehr für 20 Jahre abgeschlossen hat, rechnet damit, in 15 bis 17 Jahren schwarze Zahlen zu schreiben.

Für den Bau der Photovoltaikanlage hat die Gemeinde, die zugliech den 100. Geburtstag ihrer Kirche feiert, zunächst einmal 23000 Euro hingeblättert. Dafür liefern die Anlage nun aber auch ein „Stück weit Energie, ohne die Umwelt zu belasten.” Bei der Inbetriebnahme galt es nur noch, den Hebel umzulegen, damit die Photovoltaikanlage loslegen konnte.

Dies tat Pfarrer Wild dann auch mit sichtlichem Vergnügen: „Bleibt bloß noch zu hoffen, dass wir wieder einen so gigantischen Sommer wie im vergangenen Jahr bekommen.” Neben diesem frommen Wunsch wünscht sich die Kirchengemeinde aber vor allem, dass der Bau solcher Anlagen in Erkelenz und auch in anderen Städten „Schule macht”.