Kreis Düren: Ein junger Koch bewährt sich auch am fremden Herd

Kreis Düren : Ein junger Koch bewährt sich auch am fremden Herd

Deutsche, niederländische und belgische Auszubildende des Gastgewerbes kamen in Eupen zusammen, um ihr Können bei der Gastro-Challenge 2008 unter Beweis zu stellen.

Die deutschen Teilnehmer unter den Bewerbern waren der Kochauszubildende der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA), Christian Wolff aus Vlatten und Rebecca Heber aus Mechernich, die zurzeit eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau absolviert und auch für die DGA startete.

Die Gastro-Challenge hat ihren Ursprung in der Initiative „Interreg”, bei der gastronomische Betriebe aus der Euregio Maas-Rhein zusammarbeiten. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Zusammenarbeit von Betrieben aus den Grenzregionen. Die Gastronomiebetriebe arbeiten an einem Konzept zur Lebensmittelhygiene und tauschen sich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausbildung aus, um es Nachwuchskräften zu erleichtern, auch in Nachbarländern Fuß zu fassen.

Beim Wettbewerb zeigten jeweils sechs auszubildende Köche und Restaurantfachkräfte des zweiten und dritten Lehrjahres ihre Fähigkeiten. Die Auszubildenden wurden von ihren Ausbildungsbetrieben und Berufsfachschulen entsendet, die Projektpartner sind. So fanden sich Auszubildende und Ausbilder aus Lüttich, Eupen, Heerlen, Hasselt und Düren zusammen.

Die Vorbereitungen für das Bankett am Abend begannen schon am Nachmittag. Für jede der sechs Tafeln wurde von den angehenden Restaurantfachkräften eine Tischdekoration entworfen, die mit dem anschließenden Drei-Gänge-Menü harmonieren sollte.

Vorgabe für die Menüs war es, einen Bezug zur Herkunftsregion der Jungköche herzustellen. Die Köche durften für sechs Personen ein Warenbudget von 50 Euro nicht überschreiten und mussten innerhalb von vier Stunden sämtliche Speisen angerichtet haben. Von den Restaurantfachkräften in spe wurde das Ergebnis serviert und angekündigt.

Über die Professionalität der Fachkräfte wachte eine Jury, die sich aus den Ausbildungsleitern zusammensetzte. Die Restaurantfachleute wurden während des Serviervorgangs beurteilt und mussten die Hürde der verschiedenen an den Tischen gesprochenen Sprachen meistern. Die Gerichte der Jungköche wurden von der Fachjury beurteilt. Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten, so entbrannten am Jurytisch Diskussionen aufgrund der unterschiedlichen regionalen Gepflogenheiten in der Gastronomie. Auch während des Kochens standen die zukünftigen Köche unter Beobachtung. Beurteilt wurden unter anderem Einhaltung der Hygiene- und Umweltvorschriften sowie das Arbeiten im Team.

Am Abend gab die Jury die Resultate bekannt. Gerhard Ridders, Vorsitzender der Jury, überreichte den Pokal der Euregio-Challenge an Rebecca Heber, die mit ihrer professionellen Leistung alle sechs Juroren beeindruckt hatte. Rebecca Heber (gestartet für die DGA) wird im zweiten Lehrjahr im „Restaurant Eifeltor” in Mechernich-Kommern zur Restaurantfachfrau ausgebildet und konnte sich auch über einen Essensgutschein im Wert von 150 Euro in einem Eupener Restaurant freuen.

Spannend war auch die Entscheidung zwischen den Köchen. Bis zum Dessert lagen beide Jungköche, Tanja Hansen vom ZAWM und Christian Wolff von der DGA gleichauf. Die Jury entschied knapp zu Gunsten der Eupenerin. Christian Wolff freute sich dennoch über die Anerkennung und den dazugehörigen Präsent-Korb.

Meisterkoch Arthur Genten, der den Vorsitz der Jury übernahm, lobte das Miteinander der Junggastronomen in der Küche und freute sich über den Gemeinschaftsgeist zwischen den Köchen der drei vertretenen Nationen.