Erkelenz: „Eigene” Adresse für GEE und Jugendamt

Erkelenz : „Eigene” Adresse für GEE und Jugendamt

Auch der Bau- und Werksausschuss gab bei seiner Sitzung im Alten Rathaus bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung seine Zustimmung für den Grundsatzbeschluss, unmittelbar nach den Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Rathausgebäude einen zweiten Bauabschnitt durchzuführen.

Der Beschluss sieht vor, dass der Altbau an der Schülergasse abgebrochen und durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt werden soll.

Eine Sanierung des alten Gebäudes sei sowohl wegen der schlechten Bausubstanz, als auch wegen der nicht ausreichenden Raumgrößen unwirtschaftlich, erklärte der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Ansgar Lurweg. Ein Abriss des bestehenden Gebäudes sei demnach die beste Lösung.

In dem Neubau sollen die noch fehlenden Verwaltungsbüroräume mit Sozialräumen sowie weitere Sanitäranlagen Platz finden, hieß es.

Geplant sei ein viergeschossiger Flügel in Richtung Südosten zu bauen, der durch das neue Treppenhaus im Johannismarkt 18 vom bestehenden Rathaus her und durch einen eigenen Eingang zur Schülergasse hin erschlossen werden soll.

„Für verschiedene Verwaltungsbereiche wie etwa die GEE oder das Jugendamt sei diese âeigeneÔ Adresse sinnvoll”, so Lurweg. Die Gestaltung der Fassaden soll entsprechend des ersten Bauabschnittes fortgeführt werden.

Darüber hinaus sei ein zweiter Baukörper in Planung, der sich entlang der Schülergasse räumlich und gestalterisch vom bestehenden Verwaltungsgebäude absetzen soll. Damit soll auch nach außen hin symbolisiert werden, dass dort das Archiv der Stadt Erkelenz untergebracht ist. Ferner sollen Stellplätze geschaffen werden.

Rund zwei Millionen Euro wird der zweite Teil der Rathauserweiterung die Stadt kosten. Die Finanzierung soll aus eigenem Vermögen erfolgen.

Ob der Kämmerer Joseph Grün dies ruhigen Gewissens befürworten könne, wurde gefragt. „Ich mache mir generell immer Sorgen über das Geld der Stadt”, entgegnete Grün darauf.

Er sei jedoch mit dem zweiten Bauabschnitt einverstanden, zumal damit keine zusätzliche Verschuldung der Stadt einhergehe. Der Verkauf von städtischen Immobilien schaffe die finanzielle Grundlage für eine neue städtische Immobilie. Und auch bei Unterhalt des neuen Rathausbereiches sieht der Kämmerer Vorteile.
Die Konzentration von Ämtern und eine moderne Bauweise ermöglicht der Stadt Einsparungen. Die Kosten für den jetzigen fast nicht mehr sanierungsfähigen Bau an der Schülergasse dürften erheblich höher sein als die demnächst anfallenden Unterhaltungskosten.

Einverstanden mit der Rathauserweiterung und dem zweiten Bauabschnitt war die Ausschussmehrheit. Nur zwei Politiker waren unzufrieden, aber nicht mit dem Plan an sich, sondern über die zu kurzfristige Information über den zweiten Bauabschnitt. Die Ratsherren fühlten sich „übergangen”, wünschten künftig zeitiger informiert zu werden.